Über OMV
OMV ist ein integriertes Unternehmen mit drei Säulen: Energy, Fuels und Chemicals. Mit dem übergeordneten Ziel, starke und zuverlässige Cashflows zu generieren, investiert OMV im Segment Energy in sein traditionelles Geschäft und treibt erneuerbare Energien selektiv voran. Im traditionellen Geschäft liegt der Schwerpunkt auf Gas. Gas ist für OMV ein wichtiger Wachstumsmotor, da von einer anhaltend robusten Nachfrage ausgegangen wird. Zudem spielt Gas in der europäischen Energielandschaft eine zentrale Rolle und gilt als wesentlicher Faktor für die Energiewende. Die Tagesproduktion von Kohlenwasserstoffen belief sich 2025 auf 305 kboe/d, mit einem Erdgasanteil von 40%. Die Aktivitäten von OMV Gas Marketing & Power umfassen Supply, Marketing und Trading von Gas in West- und Osteuropa. OMV betreibt Erdgasspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 30 TWh sowie ein Gaskraftwerk in Rumänien.
Im Geschäftsbereich Fuels betreibt OMV drei Raffinerien in Europa und hält jeweils 15% an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading in den VAE. OMV verfügt über eine globale Raffineriekapazität von rund 500 kbbl/d. Ende 2025 umfasste das Retail-Netz von OMV rund 1.700 Tankstellen in acht europäischen Ländern. Im Segment Chemicals ist OMV in Europa einer der größten Hersteller von Ethylen und Propylen und gehört weltweit zu den zehn größten Produzenten von Polyolefinen. Darüber hinaus stellt OMV über seine Tochtergesellschaft Borealis wertsteigernde, innovative und kreislauffähige Materiallösungen für Schlüsselindustrien in fünf Industrieclustern bereit: Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge zur Gründung von Borouge Group International unterzeichnet. Nach Abschluss der Transaktion wird OMV 46,9% an dem neuen Unternehmen halten – zu gleichen Anteilen und mit gemeinsamer Kontrolle mit ADNOC. Mit Borouge Group International wird sich das Produktionsprofil von OMV erheblich verändern: Werden derzeit 60% der Produktion in Europa generiert, sollen durch die künftige Präsenz von Borouge Group International 70% der Produktion in den rohstoffgünstigen Regionen des Mittleren Ostens und Nordamerikas erzielt werden. Die Zahl der Beschäftigten von OMV gliedert sich nach geografischen Gebieten wie folgt. Mehr dazu finden Sie unter S1-6 Merkmale der Arbeitnehmer:innen von OMV.
Personenzahl |
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31. Dezember 2025 |
31. Dezember 2024 |
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Österreich |
5.356 |
5.407 |
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Übriges Europa |
15.675 |
16.723 |
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Mittlerer Osten und Afrika |
517 |
639 |
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Rest der Welt |
767 |
788 |
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Gesamt |
22.315 |
23.557 |
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OMV will sich zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien entwickeln und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Das Unternehmen hat Zwischenziele für die Jahre 2030 und 2040 festgelegt: So sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 30% bzw. bis 2040 um 60% und die Scope-3-Emissionen bis 2030 um 20% bzw. bis 2040 um 50% reduziert werden, jeweils im Vergleich zu den Werten von 2019. OMV hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, die CO2-Intensität seiner Energieversorgung bis 2030 um bis zu 10% und bis 2040 um 25% zu reduzieren. Im Hinblick darauf will OMV den Umsatz mit CO2-freier Energie, nachhaltigen Basischemikalien sowie nachhaltigen und kreislauffähigen Produkten steigern und gleichzeitig die Verkäufe fossiler Brennstoffe reduzieren. OMV wird zudem das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 schrittweise einstellen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt E1 Klimawandel.
Mit der Einführung der OMV Strategie 2030 im Jahr 2022 hat OMV seine Transformation eingeleitet und nutzt dafür die Stärke seines integrierten Geschäftsmodells. Mit Fokus auf Wertschöpfung und finanzielle Resilienz hat das Unternehmen solide Fortschritte bei der Umsetzung erzielt. Die letzte Aktualisierung der Strategie 2030 wurde im Oktober 2025 veröffentlicht. Mit Blick auf die Zukunft bleiben die strategischen Ausrichtungen klar und unverändert: OMV setzt weiterhin auf Wachstumskurs und den Wandel hin zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien. Mit seiner agilen Transformation, die sich an den Kundenerwartungen orientiert, positioniert sich OMV für langfristige Widerstandsfähigkeit in einer sich schnell verändernden Energielandschaft. Dieser Ansatz stärkt den Fokus, verbessert die Effizienz, verringert die mit der Transformation einhergehenden Risiken und gewährleistet gleichzeitig eine starke finanzielle Performance. Die Energiewende gewinnt weiter an Fahrt, wenngleich langsamer als bislang prognostiziert. Als zuverlässiger Lieferant treibt OMV eine agile und verantwortungsvolle Transformation nachfrageorientiert voran. Gleichzeitig investiert das Unternehmen zügig in Zukunftstechnologien und stimmt Investitionen in nachhaltige Geschäftstätigkeiten auf Marktentwicklungen ab. Die Strategie 2030 stützt sich auf drei Säulen:
Ausbau der Gasproduktion und selektive Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien
Stärkung des profitablen Kraftstoffgeschäfts bei gleichzeitiger Nutzung von Möglichkeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität
Beschleunigung des Wachstums im Chemiebereich durch Borouge Group International, Rohstoffintegration und Förderung innovativer Kreislaufwirtschaftsprojekte
Im Geschäftsbereich Chemicals wird die richtungsweisende Transaktion zur Formierung von Borouge Group International die Wachstumsstrategie von OMV beschleunigen. Dies wird die Verkaufsmengen innovativer Premium-Polyolefinprodukte erheblich steigern und dem Unternehmen eine Spitzenposition bei erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen verschaffen. Im Segment Fuels strebt OMV eine jährliche Produktionskapazität für erneuerbare Kraftstoffe und chemische Einsatzstoffe von rund 900 kt bis 2030 an. Schwerpunktbereiche sind dabei SAF, Biodiesel und chemische Einsatzstoffe. Zu den wichtigsten Projekten gehören Anlagen für das Co-Processing sowie für die Produktion von SAF/HVO und grünem Wasserstoff an verschiedenen OMV Standorten. Keine der in den drei OMV Raffinerien hergestellten Substanzen unterliegt gemäß EU-Chemikalienverordnung REACH einem Verbot in den 27 EU- und den drei EWR-Ländern. Angesichts der Marktentwicklung baut OMV in der CEE-Region ein leistungsstarkes Ladenetz für Elektrofahrzeuge auf. Ziel ist es, bis 2030 rund 5.000 schnelle und ultraschnelle Ladepunkte zu errichten und ein spezielles Netz von Ladestationen für schwere Nutzfahrzeuge zu entwickeln. Im Geschäftsbereich Energy strebt das Unternehmen bis 2030 eine organische Öl- und Gasproduktion von 320 bis 330 kboe/d an und prüft anorganische Möglichkeiten zur Ergänzung des Portfolios, um bis 2030 ein Gesamtproduktionsniveau von rund 400 kboe/d zu erreichen. Mit einer klaren Wachstumsstrategie im Bereich der erneuerbaren Energien durch seine Tochtergesellschaft OMV Petrom will das Unternehmen eine jährliche Stromproduktion von mehr als 2,4 TWh (netto für OMV Petrom) unter Nutzung der günstigen Wind- und Sonnenverhältnisse in Rumänien erreichen. In Sachen Geothermie strebt OMV eine Nettoproduktionsleistung von rund 1 TWh an, was ein moderateres Entwicklungstempo in diesem Bereich widerspiegelt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten.
Der Aufbau und die Bindung eines talentierten und qualifizierten Teams von Arbeitnehmer:innen für internationales und integriertes Wachstum sind entscheidend für den Erfolg der Strategie von OMV. Unsere „People & Culture“-(P&C-)Strategie unterstützt die Transformation von OMV auf ganzer Linie. Im Zentrum steht dabei unser Purpose „Re-inventing essentials for sustainable living“. Dazu haben wir vier strategische Schwerpunkte entwickelt: „Employee Experience“, „Growing Talent“, „Organizational Evolution“ und „New Ways of Working“. Sie alle werden durch eine solide Basis transformationaler Führungskompetenzen („Transformational Leadership“) unterstützt, die von unseren Führungskräften angetrieben werden. Damit bei der Umsetzung unserer Strategie niemand auf der Strecke bleibt, haben wir uns zu einem gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) verpflichtet. Daher bieten wir Schulungen zur Gestaltung eines CO2-armen Unternehmens an und bauen unsere Initiativen zur Fortbildung unserer Belegschaft weiter aus. Unser Ziel ist es, das Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, da vorhandene Kenntnisse auch auf neue Energielösungen übertragen werden können. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Maßnahmen in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle und sonstige arbeitsbezogene Rechte.
Umsatzerlöse aus fossilen Brennstoffen
Die Umsatzerlöse aus fossilen Brennstoffen (einschließlich einer Aufschlüsselung der Erlöse aus Öl und Gas) und aus der Produktion von Chemikalien sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 in Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse dargestellt. Da OMV keine Erlöse aus Kohle generiert, ist dieser Brennstoff in der Tabelle nicht berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden keine Umsatzerlöse aus taxonomiekonformen Tätigkeiten im Zusammenhang mit fossilem Gas erzielt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Taxonomiefähige und taxonomiekonforme CAPEX.
In EUR Mio |
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2025 |
2024 |
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Rohöl, NGL, Kondensate, Kraftstoff und Heizöl, andere Raffinerieprodukte |
15.432 |
16.281 |
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Erdgas und LNG |
5.613 |
7.270 |
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Chemikalien |
588 |
696 |
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Gesamt |
21.633 |
24.247 |
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Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
OMV ist ein integriertes Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien mit einem vielfältigen Geschäftsmodell, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Die wichtigsten Bestandteile des Geschäftsmodells von OMV sind die Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas sowie die Entwicklung von CO2-armen Energieprojekten wie Geothermie; die Raffination von Rohöl und nachhaltigen Rohstoffen zu verschiedenen Produkten, darunter Kraftstoffe, Heizöl, biobasierte Brennstoffe und petrochemische Einsatzstoffe; das Marketing- und Retailgeschäft für seine raffinierten Kraftstoffprodukte; der Transport, die Speicherung und die Vermarktung von Erdgas; die Stromerzeugung; die Herstellung und Vermarktung von hochwertigen Kunststoffen und Chemikalien; das mechanische und chemische Recycling von Kunststoffabfällen sowie die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Energie, Kraftstoffe sowie nachhaltige Chemikalien und Materialien. Die Petrochemie-Aktivitäten von OMV in Österreich und Deutschland sind rückwärts in die OMV Raffinerien integriert. Naphtha wird als Einsatzstoff für die von OMV betriebenen Steamcracker verwendet. Die wichtigsten Produkte sind Ethylen und Propylen, die größtenteils an die OMV Tochter Borealis zur Weiterverarbeitung zu Polyolefinen geliefert werden. Durch den Einsatz modernster Technologien im Bereich des chemischen und mechanischen Recyclings will OMV ein kreislauforientiertes Geschäftsmodell etablieren. Ein immer größerer Anteil der von OMV produzierten Polyolefine wird demnach auf recycelten Einsatzstoffen basieren. Damit wird OMV seinen integrierten Geschäftsansatz auch in Zukunft weiterverfolgen.
Das Geschäftsmodell von OMV ist auf eine Vielzahl von Inputs angewiesen, die für seine Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette unerlässlich sind. Die wichtigsten Inputs und der Ansatz von OMV, um diese Inputs zu sammeln, zu entwickeln und zu sichern, sind im Folgenden beschrieben.
Natürliche Ressourcen: Erdöl, Erdgas und andere Kohlenwasserstoffe, die durch eigene Explorations- und Produktionsaktivitäten sowie durch Einkäufe auf den globalen Märkten beschafft werden; biobasierte Rohstoffe und Kunststoffabfälle, die auf nationalen und internationalen Märkten bezogen werden; petrochemische Produkte, die durch eigene Tätigkeiten von OMV gewonnen und auf den globalen Märkten eingekauft werden
Technologie und Innovation: Fortschrittliche Technologien und innovative Lösungen sind für effiziente Explorations-, Produktions-, Raffinerie- und Chemieprozesse entscheidend. OMV investiert in Forschung und Entwicklung, um seine technologischen Fähigkeiten zu verbessern.
Humankapital: Qualifizierte und erfahrene Arbeitnehmer:innen sind für den Erfolg von OMV von zentraler Bedeutung. OMV konzentriert sich auf die Akquise, Entwicklung und Bindung von Talenten durch umfassende Schulungsprogramme und Karriereentwicklungsmöglichkeiten.
Finanzkapital: OMV benötigt erhebliche finanzielle Mittel für Investitionen in Explorations- und Produktionstätigkeiten, Raffinerien und nachhaltige Energieprojekte. OMV sichert sich die Finanzierung durch eine Mischung aus Eigenkapital, Fremdkapital und reinvestierten Gewinnen.
Partnerschaften und Kooperationen: Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungen sind für den Zugang zu neuen Ressourcen, Technologien und Märkten unverzichtbar.
Die Leistungen und Ergebnisse von OMV sollen für eine Vielzahl von Interessenträger:innen – darunter Kund:innen, Investor:innen, Arbeitnehmer:innen und die Gesellschaft im Allgemeinen – Wert schaffen. Die aktuellen und künftig erwarteten Hauptvorteile für die Interessengruppen sind:
Kund:innen
Förderung der Energiewende: Im Mittelpunkt der OMV Strategie 2030 steht die Transformation zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien, das erhebliche Emissionsreduktionen erzielt und gleichzeitig auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse eingeht.
Zuverlässige Energieversorgung: OMV gewährleistet eine stabile und sichere Versorgung mit Energieprodukten, einschließlich Öl, Gas, petrochemischer Produkte und nachhaltiger Energieprodukte, die für verschiedene Branchen und das tägliche Leben unerlässlich sind.
Qualitätsprodukte: OMV konzentriert sich darauf, hochwertige Kraftstoffe und Chemikalien zu liefern, die strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards erfüllen.
Innovation und Nachhaltigkeit: OMV investiert in innovative Lösungen wie grünen Wasserstoff und Initiativen für die Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, den Kund:innen nachhaltigere Energieoptionen zu bieten.
Investor:innen
Finanzielle Performance: OMV kann bezüglich der finanziellen Performance auf eine sehr gute Erfolgsbilanz verweisen und bietet Renditen durch Dividenden und Aktienkurssteigerungen.
Strategisches Wachstum: Die OMV Strategie 2030 setzt auf Wachstum bei nachhaltigen und innovativen Energielösungen und positioniert das Unternehmen damit für langfristigen Erfolg.
Transparenz und Governance: OMV hält einen hohen Standard der Unternehmensführung aufrecht, wahrt ein hohes Maß an Transparenz und fördert so das Vertrauen der Investor:innen.
Arbeitnehmer:innen
Wettbewerbsfähige Vergütung: OMV bietet wettbewerbsfähige Löhne und Gehälter und sonstige betriebliche Leistungen und trägt so zum wirtschaftlichen Wohlergehen seiner Arbeitnehmer:innen bei.
Karriereentwicklung: OMV bietet Möglichkeiten für berufliches Fortkommen und Entwicklung, einschließlich Schulungsprogrammen und Aufstiegsmöglichkeiten.
Sicheres Arbeitsumfeld: OMV legt großen Wert auf Gesundheit und Sicherheit und gewährleistet ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Arbeitnehmer:innen.
Just Transition: Damit bei der Umsetzung unserer Strategie niemand auf der Strecke bleibt, haben wir uns zu einem gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft verpflichtet. Unser Ziel ist es, das Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, da vorhandene Kenntnisse auch auf neue Energielösungen übertragen werden können.
Gesellschaft
Wirtschaftlicher Beitrag: OMV leistet durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, durch Steuern und durch Investitionen in die betroffenen Gemeinschaften einen Beitrag zur Wirtschaft.
Engagement für Umweltschutz: OMV ist bestrebt, seine Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, und investiert dazu in Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und nachhaltigen Praktiken.
Gemeinnütziges Engagement: OMV unterstützt verschiedene soziale Projekte, Sponsoring und Spenden. So trägt das Unternehmen zur Verbesserung der Lebensqualität in seinen Standortgemeinden bei.
Der integrierte Ansatz von OMV stellt sicher, dass das Unternehmen über seine gesamte Wertschöpfungskette hinweg Wert schafft, der allen Interessenträger:innen zugutekommt.
Unsere Wertschöpfungskette reicht von unseren Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen über unsere Anlagen und Arbeitnehmer:innen bis hin zu unseren Kund:innen und Partner:innen. Für die OMV Geschäftsbereiche Fuels und Chemicals sowie das Gasverkaufsgeschäft liefern unsere Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette hauptsächlich Roh- und Einsatzstoffe (z. B. Rohöl, Zwischenprodukte, Erdgas, LNG) sowie (petro-)chemische Produkte. Diese Einsatzstoffe werden von nationalen und internationalen Energie-, Chemie- und Handelsunternehmen bezogen. Im Segment Energy beziehen wir hauptsächlich Ausrüstung, Komponenten und Dienstleistungen für unsere Explorations-, Erschließungs- und Bohraktivitäten – entsprechend unserer geografischen Präsenz in erster Linie von europäischen Lieferant:innen. Mehr über unsere eigenen Tätigkeiten finden Sie in der folgenden Grafik der OMV Wertschöpfungskette sowie im Abschnitt Über OMV in diesem Bericht, der auch eine Beschreibung unserer Anlagen sowie eine geografische Aufschlüsselung unserer Geschäftstätigkeiten enthält.
Unsere Kund:innen – sie bilden die nachgelagerte Wertschöpfungskette – reichen von Energieunternehmen über den Großhandel bis zu Industriebetrieben und Endverbraucher:innen. Etwa die Hälfte des vom Segment Energy produzierten Öls und Gases wird intern weiterverarbeitet. Die andere Hälfte wird hauptsächlich an nationale und internationale Energieunternehmen und -märkte verkauft. Im Segment Fuels werden die Produkte in erster Linie über unser Tankstellennetz und an Industriekund:innen verkauft. Über Letztere bedient Fuels direkt und indirekt Endkund:innen des Mobilitätssektors (z. B. Straßenverkehr, Luft- und Schifffahrt) sowie Industriekund:innen, wie etwa die Baubranche. Darüber hinaus beliefert Fuels unseren Geschäftsbereich Chemicals mit Rohstoffen. Der Geschäftsbereich Chemicals verkauft seine Basischemikalien an europäische Chemieunternehmen. Polyolefine werden an Industriekund:innen in mehr als 100 Ländern weltweit verkauft, wobei der Schwerpunkt auf den europäischen Märkten liegt. Dieser Geschäftsbereich bedient Endverbraucher:innen in einer Vielzahl von Branchen, darunter Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Partner:innen von OMV entlang der Wertschöpfungskette betreiben Joint-Venture-Anlagen mit OMV, liefern Rohstoffe und Zwischenprodukte, tragen zur Entwicklung und Verbesserung von Technologien bei oder arbeiten mit uns beim Verkauf unserer Produkte zusammen. Mit der Neuausrichtung unseres Unternehmens und der damit einhergehenden Anpassung des Produktangebots für unsere Kund:innen wird sich die Wertschöpfungskette erweitern und künftig auch unsere nachhaltigen Geschäftsmodelle umfassen.
OMV Wertschöpfungskette
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Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse ermittelten IROs im Zusammenhang mit unserem Geschäftsmodell und unserer Wertschöpfungskette finden Sie unter SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.