27. Konzern-Cashflow-Rechnung

Bilanzierungsgrundsätze

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit verfügbare kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1

In EUR Mio

 

 

 

2025

2024

Kassenbestände und Bankguthaben

416

573

Kurzfristige Veranlagungen

5.340

5.610

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

5.756

6.182

1

Inklusive Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden

Wesentliche unbare Effekte

Die Zeile „Sonstige Änderungen“ der Konzern-Cashflow-Rechnung enthält verschiedene zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Anpassungen, unter anderem Anpassungen für realisierte und unrealisierte Derivate sowie für nicht zahlungswirksame Bewertungsanpassungen von Vorräten und Forderungen. Des Weiteren enthielt diese Zeile in 2024 eine Zahlung von EUR 250 Mio für den Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Rumänien betreffend das Jahr 2023.

2025 wurde die Zeile „Erhaltene Zinsen“ positiv durch einen vorteilhaften Ausgang eines Rechtsstreits in Rumänien beeinflusst. Dieser positive Effekt resultierte nicht aus einer direkten Zahlung, sondern aus der Aufrechnung mit verschiedenen Verbindlichkeiten.

2024 beinhaltete der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen einen positiven Effekt von EUR 259 Mio aus dem Abschluss des Schiedsverfahrens mit Gazprom Export. Dieser positive Effekt resultierte nicht aus einer direkten Zahlung, sondern aus der Aufrechnung mit Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag.

2025 und 2024 beinhalteten die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen im Wesentlichen neue Leasingverträge sowie die Neubewertung der Rekultivierungsverpflichtungen.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Die Zeile „Einzahlungen aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten“ beinhaltete Mittelzuflüsse von EUR 656 Mio aus der Rückzahlung eines Darlehens durch Bayport Polymers LLC (für weitere Details siehe Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen). Des Weiteren enthielt diese Zeile Mittelzuflüsse von EUR 158 Mio resultierend aus der Übertragung eines Gesellschafterdarlehens in Bezug auf Borouge 4 LLC an die ADNOC Tochtergesellschaft MPP Holdings GmbHIm Jänner 2026 umbenannt in XRG Austria GmbH (siehe auch Anhangangabe 4 – OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture).

Die Zeile „Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel“ enthielt einen Mittelzufluss von EUR 457 Mio aus der Veräußerung des 5%-Anteils der OMV an der Ghasha-Konzession in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weitere Details sind in Anhangangabe 5 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten zu finden.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

2025 war positiv beeinflusst durch die Ausgabe von zwei Anleihen (zu je EUR 500 Mio), teilweise ausgeglichen durch die Rückzahlung von Anleihen mit einer Nominale von in Summe EUR 800 Mio. Des Weiteren enthielt die Zeile „Rückzahlung Hybridanleihe“ die Rückzahlung einer Hybridanleihe mit einer Nominale von EUR 750 Mio und die Zeile „Erhöhung Hybridanleihe“ die Ausgabe einer Hybridanleihe mit einer Nominale von EUR 750 Mio. Für weitere Details zu Hybridanleihen wird auf Anhangangabe 22 – Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens verwiesen.

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)

In EUR Mio

 

 

 

 

 

2025

 

Anleihen

Sonstige
verzinsliche Finanz­verbindlichkeiten

Leasing­verbindlichkeiten

Gesamt

1. Jänner

6.570

1.070

1.767

9.407

 

 

 

 

 

Zugänge langfristige Finanzierungen

977

977

Rückzahlung langfristiger Finanzierungen

–800

–330

–326

–1.455

Rückzahlung Hybridanleihe

–750

–750

Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen

–7

–7

Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit

–573

–337

–326

–1.235

 

 

 

 

 

Währungsumrechnungsdifferenzen

–32

–29

–61

Umgliederung der Hybridanleihe vom Eigenkapital in finanzielle Verbindlichkeiten

785

785

Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen

2

–6

1

–3

Sonstige Änderungen

1031

4242

528

Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen

787

65

396

1.249

 

 

 

 

 

Kuponzahlung der Hybridanleihe vor Umgliederung aus dem Eigenkapital3

–31

–31

 

 

 

 

 

31. Dezember

6.753

798

1.838

9.390

1

Bezieht sich hauptsächlich auf eine offene Darlehensverbindlichkeit gegenüber MPP Holdings GmbH (im Jänner 2026 umbenannt in XRG Austria GmbH) resultierend aus einer Dividendenausschüttung

2

Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen

3

In der Konzern-Cashflow-Rechnung in der Zeile „Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)“ ausgewiesen

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten)

In EUR Mio

 

 

 

 

 

2024

 

Anleihen

Sonstige verzinsliche Finanzver­bindlichkeiten

Leasing­verbind­lichkeiten

Gesamt

1. Jänner

6.073

1.470

1.587

9.130

 

 

 

 

 

Zugänge langfristige Finanzierungen

990

990

Rückzahlung langfristiger Finanzierungen

–500

–307

–240

–1.047

Rückzahlung Hybridanleihe

–500

–500

Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen

–113

–113

Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit

–10

–421

–240

–671

 

 

 

 

 

Währungsumrechnungsdifferenzen

14

8

22

Konsolidierungskreisänderungen

18

21

39

Umgliederung der Hybridanleihe vom Eigenkapital zu finanzielle Verbindlichkeiten

510

510

Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen

8

–13

2

–3

Sonstige Änderungen

3901

390

Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen

519

20

420

959

 

 

 

 

 

Kuponzahlung der Hybridanleihe vor Umgliederung vom Eigenkapital2

–11

–11

 

 

 

 

 

31. Dezember

6.570

1.070

1.767

9.407

1

Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen

2

In der Konzern-Cashflow-Rechnung in der Zeile „Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)“ ausgewiesen

Der Mittelabfluss in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten betrug in Summe EUR 380 Mio (2024: EUR 283 Mio) (inklusive aufgegebener Geschäftsbereiche).

Am 31. Dezember 2025 betrugen die nicht in Anspruch genommenen, zugesagten Kreditlinien der fortgeführten Geschäftsbereiche, die für künftige Aktivitäten verwendet werden können, EUR 3.173 Mio (31. Dezember 2024: EUR 3.115 Mio).

Finanzierungszusagen an nahestehende Unternehmen und Personen werden in Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen beschrieben.

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