Der Aufsichtsrat bewertet die Leistung des Vorstands, auch im Hinblick auf die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Der Vergütungsausschuss entscheidet über die Vergütung des Vorstands, einschließlich der Struktur des Vergütungssystems und der tatsächlichen Zielerreichung. Die Vergütung des Vorstands besteht aus fixen und variablen Elementen. Ausgewählte Arbeitnehmer:innen der obersten Führungsebene sind ebenfalls zur Teilnahme am Long-Term Incentive Plan (LTIP) berechtigt. Die variable Vergütung – der LTIP und der Jahresbonus – berücksichtigt Leistungskriterien in Bezug auf die Performance des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit und Treibhausgas-(THG-)Emissionen. Die langfristigen Interessen der Aktionär:innen und sonstiger Interessenträger:innen werden in der leistungsbezogenen Vergütung berücksichtigt, die sowohl kurz- als auch langfristige Elemente beinhaltet.
Die Vergütungsrichtlinie für den Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Juni 2022 genehmigt. Sie sieht vor, dass THG- und ESG-Ziele Teil des Jahresbonus und des LTIP sind. Der Anteil der variablen Vergütung, der an nachhaltigkeitsbezogene Ziele geknüpft ist, entspricht 15% des Jahresbonus, der auf der Erreichung der festgelegten Reduzierung der absoluten Netto-THG-Emissionen nach Scope 1 und 2 basiert, und 30% des Long-Term Incentive Plan (LTIP), der von der Erreichung von ESG-Zielen abhängt. Bei diesen ESG-Zielen geht es um die Reduktion der absoluten Netto-THG-Emissionen nach Scope 1 und 2 (gewichtet mit 20%) und die Verbesserung der Diversität (gewichtet mit 10%) im OMV Konzern. Die THG-Ziele im Jahresbonus (d. h. Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen) und im LTIP (d. h. Reduktion der absoluten Netto-THG-Emissionen nach Scope 1 und 2) sind miteinander verknüpft und leiten sich direkt von den THG-Emissionsreduktionszielen von OMV für 2030 und den erforderlichen Reduktionspfaden bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2019 ab.
Der Vergütungsausschuss hat eigens für OMV einen Kriterienkatalog erstellt, der sich aus der OMV Strategie 2030 ableitet. Auf Basis dieses Katalogs wählt er die spezifischen ESG-Ziele und deren Gewichtung für jede LTIP-Tranche aus und genehmigt sie. Gemäß der aktuellen Vergütungsrichtlinie ist die Reduktion der THG-Emissionen immer ein ESG-Ziel im LTIP. Die THG- und ESG-Ziele und ihre Gewichtung werden im Vergütungsbericht für das Jahr der Gewährung veröffentlicht. Den Vergütungsbericht finden Sie auf der OMV Website. Basierend auf vordefinierten Kriterien (z. B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit) und im Vergleich zu Branchenbenchmarks wird sowohl für den Jahresbonus als auch für den LTIP ein Gesundheits- und Sicherheitsmalus von 0,8 bis 1,0 auf die Gesamtzielerreichung angewendet. Bei schwerwiegenden Zwischenfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf null reduzieren. Dieser Malus berücksichtigt das Engagement von OMV für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Der:die Abschlussprüfer:in von OMV führt eine externe Überprüfung der tatsächlichen Zielerreichung durch. Die Ergebnisse der Prüfung werden an den Vergütungsausschuss und den Aufsichtsrat kommuniziert.