Bilanzierungsgrundsätze
Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Kosten werden bei austauschbaren Gütern nach ihren individuellen Kosten oder nach dem Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Im Raffineriebereich kommt ein Kostentragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden.
In EUR Mio |
|
|
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2025 |
2024 |
|---|---|---|
Rohöl |
461 |
652 |
Erdgas |
295 |
582 |
Petrochemische Rohstoffe |
– |
308 |
Sonstige Rohstoffe und Hilfsgüter |
327 |
416 |
Raffinierte Mineralölprodukte (inklusive unfertige Produkte) |
825 |
1.041 |
Petrochemische Produkte (inklusive unfertige Produkte) |
– |
853 |
Sonstige fertige Erzeugnisse |
55 |
84 |
Vorräte |
1.962 |
3.936 |
Die Position „Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet Material- und Warenaufwendungen, Bestandsveränderungen sowie die Bewertung von Vorräten. 2025 wurden Netto-Aufwendungen aus der Bewertung von Vorräten in Höhe von EUR 25 Mio erfasst, verglichen mit Netto-Erträgen von EUR 291 Mio im Jahr 2024. Dies betraf in 2025 hauptsächlich Rohöl und unfertige Mineralölprodukte, in 2024 hauptsächlich im Speicher befindliches Erdgas.
Der Rückgang der Vorräte war hauptsächlich auf die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen“ zurückzuführen. Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 4 – OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture.