Der Strategie von OMV liegt ein solider finanzieller Rahmen zugrunde, der auf die Sicherstellung einer disziplinierten Kapitalallokation und nachhaltige, langfristige Wertschöpfung ausgelegt ist. Die für 2030 festgelegten finanziellen Ziele spiegeln sowohl die laufende Weiterentwicklung des strategischen Portfolios als auch die aktuellen Marktbedingungen wider.
Finanzziele für 2030Die Finanzziele für 2030 beruhen auf den folgenden Marktannahmen und Durchschnittswerten für 2026–2030: Brent-Rohölpreis von rund USD 70/bbl, TTF Gaspreis von rund EUR 30/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 6–7/bbl, Olefin-Referenzmarge Europa von EUR 450–500/t und CO2-Preis von EUR 70–110/t. :
- CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von mehr als EUR 6,5 Mrd
- Cashflow aus der Betriebstätigkeit über EUR 6 Mrd
- CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von mehr als EUR 9
- Mittel- bis langfristiger CCS Return on Average Capital Employed (ROACE) vor Sondereffekten von mindestens 12%
- Leverage-Grad weiterhin unter 30%
- Attraktive Aktionärsausschüttung durch progressive Dividendenpolitik bei den regulären Dividenden, ergänzt durch einen Rahmen für zusätzliche variable Dividenden
Um diese Ziele zu erreichen, setzt OMV weiterhin auf eine disziplinierte Kapitalallokation in allen Geschäftsbereichen. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 plant OMV organische Investitionen in Höhe von durchschnittlich rund EUR 2,8 Mrd pro Jahr (ohne Borealis). Dies entspricht einer jährlichen Reduktion von EUR 1 Mrd gegenüber der bisherigen Prognose, wobei die Effekte der Entkonsolidierung von Borealis, die im besagten Zeitraum kumuliert mit etwa EUR 3,5 Mrd zu Buche schlagen, berücksichtigt sind. Darüber hinaus wird OMV seine Investitionen optimieren und bestimmte Nachhaltigkeitsprojekte in den Geschäftsbereichen Energy und Chemicals auf nach 2030 verschieben, um ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiken und Chancen zu wahren. Im genannten Zeitraum werden rund 70% der gesamten organischen CAPEX im traditionellen Geschäft aufgewendet werden, während 30% in die Unterstützung von nachhaltigen Initiativen fließen.
Die Kapitalallokationsprioritäten von OMV sind klar definiert: erstens Investitionen in das organische Portfolio bei strikter Kapitaldisziplin, zweitens attraktive und verlässliche Renditen für die Aktionär:innen, drittens anorganische Investitionen zur Beschleunigung des Wachstums und der Transformation auf Grundlage strenger Investitionskriterien und viertens Entschuldung, um mittel- bis langfristig einen Leverage-Grad von unter 30% zu erreichen und das Investment-Grade-Rating aufrechtzuerhalten. Sollte der Leverage-Grad aufgrund von Portfoliomaßnahmen vorübergehend 30% übersteigen, wird ein gezieltes Entschuldungsprogramm zur Stärkung der Bilanz umgesetzt. OMV hat spezifische Investitionskriterien festgelegt, einschließlich des internen Zinsfußes (IZF) und der Amortisationszeiten, die für jeden Geschäftsbereich die jeweiligen Risiko- und Ertragsprofile widerspiegeln.
Während des gesamten Zeitraums der Umsetzung der Strategie ist OMV bestrebt, den Aktionär:innen attraktive Ausschüttungen zu bieten. Dazu wurden eine progressive Dividendenpolitik bei den regulären Dividenden und ein transparenter Rahmen für zusätzliche variable Dividenden beschlossen. Im Oktober 2025 gab OMV eine Aktualisierung seiner Dividendenpolitik im Hinblick auf die neue Unternehmensstruktur bekannt, die der Entkonsolidierung von Borealis und den durch die BGI-Transaktion neu hinzukommenden Dividenden Rechnung trägt. Die Grundlage für Ausschüttungen an die Aktionär:innen wurde entsprechend geändert. Das Ziel von OMV ist es, die reguläre Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Damit stellt das Unternehmen sein Engagement unter Beweis, den Aktionär:innen einen nachhaltigen, wachsenden Wert zu bieten. Zudem unterstreicht dies die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und das Vertrauen in die Zukunft. Darüber hinaus beabsichtigt OMV, zusätzliche variable Dividenden auszuschütten, wenn der Leverage-Grad unter 30% liegt. Ab dem Geschäftsjahr 2026 wird OMV 50% der OMV zuzurechnenden BGI-Dividenden zusätzlich zu 20% bis 30% des Cashflows aus der Betriebstätigkeit (ohne die OMV zuzurechnenden BGI-Dividenden) ausschütten, mit Auszahlung der Dividenden im Jahr 2027. Für das Geschäftsjahr 2025 bleibt die aktuelle Dividendenpolitik bestehen, das heißt eine Ausschüttung von 20% bis 30% des operativen Cashflows von OMV, mit Auszahlung der Dividenden im Jahr 2026.
Um seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit zu stärken, hat OMV ein konzernweites Programm zur Effizienzsteigerung initiiert. Dabei geht es insbesondere darum, den Fokus verstärkt auf Geschäftsaktivitäten in wertschöpfenden Investitionsbereichen zu richten und diese entsprechend zu priorisieren. Ebenso gilt es, vereinfachte Prozesse zu entwickeln, um die Agilität und Flexibilität der Organisation zu steigern, sowie das Kundenerlebnis nochmals deutlich zu verbessern. Dieses Programm soll bis Ende 2027 (im Vergleich zu 2023) einen positiven Beitrag im Ausmaß von mehr als EUR 0,5 Mrd auf den Cashflow aus der Betriebstätigkeit bewirken, wovon bis Ende 2025 mehr als EUR 350 Mio erreicht wurden.