Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen Aspekte sind den Fokusthemen des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks zugeordnet. Im Jahr 2025 wurden die folgenden Themen und Unterthemen als wesentlich für OMV identifiziert:
Klicken Sie auf die Grafik, um sie zu vergrößern.
Im Jahr 2024 führte OMV eine umfassende doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment; DMA) durch, die auch als Grundlage für den aktuellen Berichtszeitraum dient. Die 2025 von OMV vorgenommene Überprüfung der DMA führte zu einer Verfeinerung der IROs und infolgedessen zu Änderungen bei wesentlichen Unterthemen im Vergleich zu 2024. Eine ausführliche Erläuterung der Prozesse zur Bewertung der Wesentlichkeit für die Jahre 2024 und 2025 finden Sie im Abschnitt IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Für 2025 wurden die Unterthemen Anpassung an den Klimawandel, Korruption und Bestechung, Schutz von Hinweisgeber:innen (Whistleblowers) und Wirtschaftliche Auswirkungen zusammen mit den jeweiligen IROs als nicht wesentlich eingestuft. Für alle zu den wesentlichen Themen ermittelten IROs wurden die Angabepflichten gemäß den ESRS sowie die Anforderungen des NaDiVeG soweit zutreffend berücksichtigt. Für zusätzliche unternehmensspezifische Angaben in diesem Bericht wurden die von Ipieca, API und IOGP entwickelten Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Öl- und Gasindustrie herangezogen. Alle zusätzlichen Informationen, die aufgenommen wurden und für unsere Branche relevant sind, jedoch nicht aus den oben genannten Quellen stammen, wurden als freiwillige Angaben definiert. Mehr dazu finden Sie in den Tabellen unter Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Unwesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Verschiedene Überlegungen im Rahmen der Überarbeitung der IROs im Jahr 2025 führten dazu, dass die im Folgenden aufgeführten IROs für das hier betrachtete Berichtsjahr als unwesentlich eingestuft wurden. Diese Überlegungen sind unter ESRS 2: Änderungen der Wesentlichkeitsanalyse 2025 gegenüber 2024 dargelegt. Einen detaillierten Überblick über alle IROs, die für 2025 als nicht wesentlich betrachtet werden, finden Sie im Anhang: Unwesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
OMV ist sich seiner tatsächlichen und potenziellen negativen IROs im Zusammenhang mit Klima und Umwelt bewusst und nimmt diese sehr ernst. Im Mittelpunkt der OMV Strategie 2030 steht daher die Transformation zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien, das erhebliche Emissionsreduktionen erzielt und gleichzeitig auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse eingeht. Im Sinne dieser strategischen Neuausrichtung passen wir unser Geschäftsmodell und unsere Kerngeschäftsprozesse fortlaufend an. Wie schon im Jahr 2024 wurden auch 2025 keine aktuellen Auswirkungen wesentlicher IROs auf das Geschäftsmodell, die Strategie in Bezug auf die Wertschöpfungskette oder die Entscheidungsfindung festgestellt, weshalb keine durch wesentliche IROs bedingten Änderungen an der Strategie und dem Geschäftsmodell vorgenommen wurden. Mehr über die Abstimmung unserer Nachhaltigkeitsziele auf unseren strategischen Fokus und unser Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette. Konkrete Maßnahmen, die wir ergreifen, um negative Umweltauswirkungen und -risiken zu mindern und Chancen zu nutzen, sind stets auf unsere strategischen Ziele abgestimmt. Mehr zu unseren Maßnahmen im Zusammenhang mit unseren wesentlichen IROs finden Sie in den jeweiligen Kapiteln über Umwelt, Soziales und Governance.
Die Bewertung der IROs spiegelt die Komplexität der Wertschöpfungskette von OMV wider, die entsprechend dem OMV Betriebsmodell abgebildet wird. Die potenzielle Risikoexposition von Lieferant:innen, Kund:innen und JV-Partner:innen wird durch die Abbildung globaler ESG-Risiken und geografischer Angaben zur Lieferkette bewertet. Diese ESG-Risikobewertung wird mithilfe einer externen Plattform für globale Risikoinformationen durchgeführt. Diese stellt eine detaillierte Liste von Indizes bereit, die in Klima und Umwelt, Geopolitik und soziale Faktoren einschließlich Menschenrechten unterteilt sind. Die Bewertung der Wertschöpfungskette vermittelt uns ein besseres Verständnis der geografischen Konzentration von OMV und hilft uns, die Hauptschwachstellen in der Lieferkette zu ermitteln. Dadurch sind wir in der Lage, Anpassungsmaßnahmen zur Steigerung unserer Widerstandsfähigkeit gegenüber kurzfristigen Herausforderungen und Megatrends zu definieren. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz können wir Schwachstellen in der Wertschöpfungskette lokalisieren und im Bedarfsfall zusammen mit wichtigen Lieferant:innen und Kund:innen geeignete Lösungen erarbeiten. Eine detaillierte Zuordnung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen innerhalb der Wertschöpfungskette finden Sie in der Liste der IROs zu den jeweiligen themenbezogenen Standards. Mehr dazu siehe SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.
Wesentliche IROs für die Biodiversität und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Eine Geodatenanalyse ergab, dass sich mehrere OMV Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität befinden, darunter nationale Schutzgebiete gemäß der gemeinsamen Datenbank für ausgewiesene Gebiete (Common Database on Designated Areas), Natura-2000-Gebiete und Schlüsselgebiete der biologischen Vielfalt (Key Biodiversity Areas; KBAs). Um die wesentlichen Standorte sowie die wesentlichen Auswirkungen und Abhängigkeiten auf Standortebene zu bestimmen, müssen die Auswirkungen und Risiken auf Standortebene analysiert werden. Dazu begann OMV im letzten Quartal 2023 mit einer Bewertung seiner Betriebsstandorte nach dem LEAP-Ansatz der TNFD. Nach der Analyse von sechs Pilotstandorten in der ersten Phase (Q3 2023 bis Q3 2024) verfeinerten wir die Methode, schlossen die „Locate“-Phase ab und führten 2025 ein konzernweites Standortscreening durch. Unser Ziel ist es, die Bewertung unserer Betriebsstandorte (mit Ausnahme der Tankstellen) zeitnah abzuschließen. Da wir aktuell noch keine vollständige Liste der für OMV wesentlichen Standorte veröffentlichen können, haben wir uns entschlossen, eine zusammenfassende Tabelle aller Standorte in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität zu erstellen – unabhängig davon, ob mit diesen Standorten tatsächliche Auswirkungen und Risiken einhergehen. Diese Tabelle finden Sie im Abschnitt IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Die Tätigkeiten, die sich auf die biologische Vielfalt negativ auswirken könnten, sind typisch für unsere Branche: zum Beispiel die Exploration und Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen, aber auch die Produktion, der Transport und die Raffination dieser Ressourcen. Die letztendliche Nutzung dieser Ressourcen trägt zum Klimawandel bei, einer der Hauptursachen für den Verlust an biologischer Vielfalt. Neue Aktivitäten von OMV, wie die Erschließung geothermaler Ressourcen oder der Bau von Anlagen zur Erzeugung und Umwandlung von kreislauffähigen Einsatzstoffen, könnten sich ebenfalls auf die biologische Vielfalt auswirken, wenn sie nicht gut gehandhabt werden. Diese Aktivitäten können auch zu indirekten Auswirkungen auf die biologische Vielfalt führen – sowohl kurz- als auch langfristig. Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt können die Verfügbarkeit, die Zugänglichkeit oder die Qualität der natürlichen Ressourcen einschränken. Dies wiederum kann sich negativ auf das Wohlergehen und die Lebensgrundlagen betroffener Gemeinschaften auswirken. Die Schädigung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme geht mit der Nutzung von Süßwasser- und Meeresökosystemen, der Nutzung von Wasser und anderen Ressourcen, dem Klimawandel, der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie der potenziellen Einschleppung invasiver gebietsfremder Arten einher und erfordert unsere Aufmerksamkeit.
Wir sind aktuell dabei, die IROs zu evaluieren (TNFD LEAP). Für die bisher untersuchten Standorte haben wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf Landdegradation, Wüstenbildung oder Bodenversiegelung festgestellt. Auf der Grundlage der laufenden LEAP-Bewertung haben wir bis dato keine potenziellen Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf bedrohte Arten festgestellt. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Geschäftstätigkeit nicht auf bedrohte Arten auswirkt. Zur Verifizierung dieser Annahme bedarf es jedoch eingehenderer Untersuchungen auf Standortebene. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität werden bereits in unserer Strategie 2030 thematisiert, die sich insbesondere mit der Dekarbonisierung und folglich der Minimierung unseres Beitrags zum Klimawandel befasst.
Wesentliche IROs für die Arbeitskräfte des Unternehmens und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens sind eng mit unserem Geschäftsmodell und unseren strategischen Plänen verbunden, die nur mithilfe unserer Arbeitnehmer:innen umgesetzt werden können. In Anbetracht der hohen Sicherheitsrisiken in unserer Branche sind die „People & Culture“- und HSSE-Strategien von OMV für die erfolgreiche Umsetzung unserer Geschäftsstrategie, den Schutz unserer Arbeitnehmer:innen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben von entscheidender Bedeutung. Ebenso hängt unser wesentliches Risiko im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens direkt mit unserer Strategie zusammen. Der Aufbau und die Bindung eines talentierten und qualifizierten Teams von Arbeitnehmer:innen sind entscheidend für internationales und integriertes Wachstum und den Erfolg unserer Konzernstrategie. Dies gilt umso mehr, als die strategische Transformation gemäß unserer Strategie 2030 laufend neues Wissen erfordert. Sind Umschulungen und Schulungen unserer Belegschaft ineffizient, könnte dies die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie gefährden. Deshalb haben wir zur Unterstützung unserer Strategie 2030 eine „People & Culture“-Strategie entwickelt. Diese zielt darauf ab, negative Auswirkungen und Risiken zu minimieren und positive Auswirkungen zu maximieren.
Alle wesentlichen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sind somit bereits in unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell verankert. Diesbezüglich sind keine größeren Veränderungen zu erwarten. Fortlaufende Qualitätssicherungs- und Verbesserungsmaßnahmen werden geprüft und je nach Bedarf implementiert. Unsere wesentlichen Auswirkungen und Risiken haben jedoch derzeit keinen Einfluss auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell als solches. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Mit S1 Arbeitskräfte des Unternehmens verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Die vorerwähnten Auswirkungen betreffen alle unsere Arbeitnehmer:innen (z. B. Pipeline-Ingenieur:innen, Außendiensttechniker:innen, Chemieingenieur:innen, Bohranlagen-Betreiber:innen, Finanzanalyst:innen und Projektleiter:innen) und Fremdarbeitskräfte (z. B. Leiharbeitskräfte, Selbstständige oder Personen, die von Unternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften tätig sind). Sie alle sind in den Umfang der Offenlegung einbezogen. Die weithin als potenziell identifizierten negativen Auswirkungen beschränkten sich auf begrenzte Gruppen von Arbeitnehmer:innen. So beispielsweise jene, die unter projektbezogenem Druck arbeiten oder in Ländern tätig sind, in denen eine formelle Arbeitnehmervertretung gesetzlich untersagt ist. Im Berichtszeitraum wurden vereinzelte Ereignisse im Zusammenhang mit unzureichendem Gesundheits- und Sicherheitsmanagement festgestellt (z. B. arbeitsbedingte Verletzungen).
Die positive Auswirkung eines gestärkten Bewusstseins für die Menschenrechte resultiert aus mehreren Maßnahmen, die von OMV umgesetzt wurden, und macht sich im gesamten Konzern bemerkbar. Während Schulungen zu Menschenrechten nur für die eigene Belegschaft verpflichtend sind, wirken sich die Einführung des aktualisierten Menschenrechtsmanagementsystems und die Ernennung neuer Menschenrechtsbeauftragter auf die Gesamtheit der Arbeitskräfte des Unternehmens aus, d. h. auf die eigenen Mitarbeiter:innen und auf Fremdarbeitskräfte. Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, die sich sowohl an Arbeiter:innen als auch an Angestellte richten, fördern die Zufriedenheit und Produktivität unserer eigenen Arbeitnehmer:innen und unserer Fremdarbeitskräfte. Spezielle DE&I-Maßnahmen zur Unterstützung von Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören oder mit höherer Wahrscheinlichkeit gefährdet sind, werden in sechs Mitarbeiterressourcengruppen (Employee Resource Groups) entwickelt: Barrierefreiheit, Gender, Generationen, Interkulturelles, LGBTQ+ und Elternschaft/Pflege.
Um das identifizierte wesentliche Risiko einer ineffizienten Umschulung unserer Arbeitnehmer:innen im Hinblick auf die Anforderungen der strategischen Transformation; zu minimieren, stellt OMV sicher, dass alle Arbeitnehmer:innen gut vorbereitet sind und über die richtigen Fähigkeiten für das Unternehmen jetzt und in der Zukunft verfügen. Um einen gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) zu ermöglichen, müssen wir einem potenziellen Mangel an qualifiziertem Personal vorbeugen, denn dies könnte zu geringerer Produktivität, wirtschaftlicher Ungleichheit und Arbeitsplatzunsicherheit bei den Arbeitnehmer:innen führen.
Eine ineffiziente Umschulung könnte durch die Tatsache verschärft werden, dass die Belegschaft von OMV zu mehr als 50% aus Personen der Generation X und Babyboomer:innen besteht. Dies hat zu Bedenken geführt, da große Gruppen in den nächsten Jahren in den Ruhestand treten werden. Um dieses Risiko zu adressieren, konzentriert sich OMV darauf, den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu verbessern und die nächste Generation von Führungskräften durch unsere „Operational Excellence“-Programme zu fördern. Auf diese Weise lässt sich das Risiko verringern, das aus der Abhängigkeit von unserer Belegschaft – insbesondere von der Gruppe derer, die kurz vor dem Ruhestand stehen – resultiert. Es ist entscheidend, dass wir alle Arbeitnehmer:innen in unsere Weiterbildungsstrategie einbeziehen, um damit Fairness und Inklusivität zu fördern. Wir bieten allen Arbeitnehmer:innen die gleichen Chancen, die notwendigen Fähigkeiten für bestehende und neue Aufgaben zu erwerben. Die Ausrichtung der Schulungsprogramme an den strategischen Bedürfnissen von OMV trägt zur wirtschaftlichen Stabilität bei und verringert das Risiko von Arbeitsplatzverlusten und wirtschaftlichen Härtefällen. Darüber hinaus kann eine wirksame Schulung sozioökonomische Unterschiede überbrücken, soziale Gerechtigkeit fördern und nachhaltiges Wachstum unterstützen. Indem OMV dieses Risiko in Angriff nimmt, können wir einen Beitrag zu einem gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) leisten, der sowohl unserer Belegschaft als auch der Allgemeinheit zugutekommt.
Der Übergangsplan von OMV zielt auf einen klimaneutralen Geschäftsbetrieb bis 2050 ab. Die damit einhergehenden Konsequenzen für unsere Strategie und unser Geschäftsmodell werden sich auch im Tagesgeschäft vieler unserer Arbeitnehmer:innen widerspiegeln. Zu den möglichen Folgen gehören betriebliche Umstrukturierungen sowie Änderungen der Stellenbeschreibungen. Mit unserer Personalpolitik fördern wir langfristige Beschäftigungsverhältnisse und kontinuierliches Lernen, was sowohl den Arbeitnehmer:innen als auch dem Unternehmen zugutekommt. Daher sehen wir derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Belegschaft, die sich aus unserem Übergang zu einem kohlenstoffarmen Geschäft ergeben könnten, und erwarten auch künftig keine derartigen Auswirkungen.
Was besonders anfällige Bereiche für negative Auswirkungen betrifft, ist anzumerken, dass OMV Betriebsstätten (z. B. Herstellung von Ethylen und Propylen, Öl- und Gasexploration und -produktion, Raffinerien) in Regionen unterhält, in denen unzureichend durchgesetzte Arbeitnehmerrechte zu einem höheren Risiko für Zwangsarbeit führen. Zu diesen Regionen gehören der Jemen, Pakistan, Libyen, Brasilien, China und Irak. OMV unterhält auch Betriebsstätten (z. B. Öl- und Gasexploration und -produktion, Tätigkeiten im Zusammenhang mit Chemikalien) in Regionen, in denen unzureichend durchgesetzte Arbeitnehmerrechte zu einem erhöhten Risiko für Kinderarbeit führen. Dies gilt insbesondere für den Jemen und Libyen.
Wir haben zudem festgestellt, dass Arbeitskräfte, die im Bereich der Exploration, in einer Raffinerie oder in der Erzeugung von Chemikalien tätig sind, im Allgemeinen negativen Auswirkungen (insbesondere im Falle unerwarteter Zwischenfälle) stärker ausgesetzt sind als Arbeitskräfte, die nicht im operativen Bereich tätig sind. Diese Einschätzung basiert auf den Ergebnissen interner Konsultationen und Bewertungen mit P&C sowie mit Menschenrechts- und HSSE-Expert:innen. Diese potenziellen negativen Auswirkungen können und werden bereits durch ein solides Gesundheits- und Sicherheitsmanagement auf ein Minimum reduziert. Weitere Einzelheiten zu allen oben genannten Aspekten finden Sie unter S1 Arbeitskräfte des Unternehmens.
Wesentliche IROs für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die identifizierten wesentlichen Auswirkungen für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette sind die unzureichende Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze sowie die Förderung starker Menschenrechte in der gesamten Wertschöpfungskette, was entweder schlechte oder verbesserte Arbeitsbedingungen zur Folge haben kann. Hier zeigt sich ein Zusammenhang mit der Strategie wie auch dem Geschäftsmodell von OMV. Einerseits agieren wir mit unserem Geschäftsmodell in einer Branche, in der ein erhöhtes Risiko für Sicherheitsvorfälle und Menschenrechtsverletzungen gegeben ist. Andererseits betont unsere Strategie 2030 einen gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“), weg vom traditionellen Öl- und Gasgeschäft. Im Fokus stehen dabei HSSE und Menschenrechte – nicht nur für unsere eigene Belegschaft, sondern für alle Arbeitskräfte, die in unsere Aktivitäten eingebunden sind. Analog dazu besteht ein enger Zusammenhang zwischen unserer Strategie bzw. unserem Geschäftsmodell und dem wesentlichen Risiko potenzieller Reputationsschäden aufgrund von mangelnder Gleichbehandlung und Chancengleichheit der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sowie dem wesentlichen Risiko einer Verringerung des Fachwissens entlang der Wertschöpfungskette. Wenn sich diese Risiken manifestieren, können sie unsere Transformationsziele gefährden. Vor diesem Hintergrund haben wir erkannt, dass wir im Rahmen unserer Gesamtstrategie kontinuierlich geeignete Maßnahmen entwickeln und anpassen müssen, um unsere wesentlichen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette zu steuern. Aus heutiger Sicht werden sich diese Maßnahmen jedoch nicht auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell auswirken und auch keine diesbezüglichen Änderungen erfordern. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Mit S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Was die vorerwähnten Auswirkungen und Risiken anbelangt, sind alle Arbeitskräfte in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette betroffen und werden daher in den Umfang der Offenlegung einbezogen. Im vorgelagerten Bereich sind dies Arbeitskräfte von Auftragnehmer:innen (Tier 1) und Subunternehmer:innen (Tier n), die Dienstleistungen an OMV Standorten oder im Auftrag von OMV erbringen, wie zum Beispiel Bohrungen, Transporte auf den Verkehrswegen Straße, Wasser und Luft, Instandhaltung, Engineering, Facility Management, Catering, Sicherheit, Fahrer:innen sowie Berater:innen, die von ihren eigenen Büros aus arbeiten. Dazu gehören auch Arbeitskräfte von Tier-1-Lieferant:innen, die Waren und Materialien an OMV liefern, wie etwa Kompressoren, Rohstoffe, Rohre und Motoren. Im nachgelagerten Bereich sind dies Arbeitskräfte, die mit unseren Produkten und Dienstleistungen zu tun haben, auch wenn sie nicht direkt an unseren Standorten tätig sind. Zu den Arbeitskräften, die für negative Auswirkungen als besonders anfällig identifiziert wurden, gehören Arbeitsmigrant:innen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Minderheiten, Frauen, junge und ältere Arbeitskräfte, Arbeitskräfte aus indigenen Bevölkerungsgruppen, Arbeitskräfte, die mit gefährlichen Aufgaben betraut oder an Hochrisikostandorten wie in Konfliktgebieten und entlegenen Gebieten tätig sind, Arbeitskräfte mit Betreuungspflichten und Mitglieder der LGBTQ+ Community.
Um Länder zu identifizieren, die für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen, nutzen wir das globale Risikobewertungssystem von Verisk Maplecroft. Basierend auf den Daten aus diesem System betrachten wir Länder, die aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen, als solche, die mit bis zu 5 von 10 Punkten bewertet werden (auf einer Skala von 0,00 bis 10,00, wobei 0,00 für das höchste und 10,00 für das niedrigste Risiko steht). Zu diesen Ländern gehören der Jemen, Libyen, Pakistan und China. Die potenziellen negativen Auswirkungen der unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen sind weit verbreitet und systembedingt und treten tendenziell in Ländern auf, die aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen. Sie stehen im Zusammenhang mit der unzureichenden Überwachung von Lieferant:innen, JV-Partner:innen und anderen Geschäftspartner:innen sowie der noch laufenden Einführung bzw. Etablierung des neu eingerichteten OMV Beschwerdemechanismus. Andere negative Auswirkungen beziehen sich auf einzelne Vorfälle, die im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen (einschließlich Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette) auftreten können.
Um die identifizierten positiven Auswirkungen starker Menschenrechtsgrundsätze zu fördern, führen wir verschiedene Maßnahmen durch. Dazu gehören Audits, Bewertungen der menschenrechtlichen Auswirkungen und Risiken, Menschenrechtsprüfungen sowie die Verbesserung der Sicherheit von Auftragnehmer:innen. Auf Arbeitskräfte, die an Standorten von OMV oder im Auftrag von OMV Dienstleistungen erbringen, kann sich dies positiv auswirken. Darüber hinaus bieten wir allen Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, die an OMV Betriebsstandorten tätig sind oder an Standorten arbeiten, an denen OMV die operative Kontrolle ausübt, Bewusstseinsbildung und Kompetenzentwicklung durch Webinare und HSSE-Trainings an. Zudem haben die Arbeitskräfte in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette Zugang zur TfS Academy und zur EcoVadis Academy, was sich ebenfalls positiv auf sie auswirkt. Unsere eigenen Arbeitnehmer:innen werden außerdem im Rahmen von Programmen wie dem verpflichtenden E-Learning zu Menschenrechten über die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette aufgeklärt. Auch dies trägt zu den positiven Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette bei. In Bezug auf die Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette wurden wesentliche Risiken identifiziert. Ein erhebliches Risiko besteht in der Verringerung des Fachwissens entlang der Wertschöpfungskette. Dieses Risiko steht in Verbindung mit dem potenziellen Verlust qualifizierter Arbeitnehmer:innen und einer möglicherweise sinkenden Qualität der von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette geleisteten Arbeit, wenn diese nicht von starken Menschenrechtsgrundsätzen – einschließlich menschenwürdiger Arbeitsbedingungen – profitieren. Ein weiteres Risiko sind Reputationsschäden aufgrund potenziell mangelnder Gleichbehandlung und Chancengleichheit der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
Um zu verstehen, inwiefern bestimmte Arbeitskräfte einem größeren Schadensrisiko ausgesetzt sind, hat OMV basierend auf der Exposition gegenüber schlecht regulierten oder überwachten Arbeitsgesetzen und -standards verschiedene Risikogruppen identifiziert. Arbeitsmigrant:innen könnten einem höheren Schadensrisiko ausgesetzt sein, weil sie auf einen bestimmten Arbeitsplatz angewiesen sind, um ihre Aufenthaltserlaubnis zu behalten. Dazu fehlt ihnen häufig auch ein unterstützendes soziales und familiäres Netzwerk in der Nähe. Menschen mit besonderen Bedürfnissen müssen sich gegebenenfalls auf zusätzliche Bedingungen verlassen können, um Chancengleichheit zu erfahren, wie etwa den barrierefreien Zugang zu Einrichtungen. Minderheiten, Frauen, Mitglieder der LGBTQ+ Community und Arbeitskräfte, die indigenen Bevölkerungsgruppen angehören, könnten in einem Umfeld, in dem sie strukturell oder regelmäßig diskriminiert werden, mit ungleichen Chancen und Arbeitsbedingungen konfrontiert sein. Junge wie auch ältere Arbeitskräfte sind oft besonders gefährdet, da sie stärker von ihrem Arbeitsplatz abhängig sind, sei es aufgrund mangelnder Erfahrung oder aufgrund begrenzter Möglichkeiten, bei Bedarf eine andere Beschäftigung zu finden. Selbstständige, denen es an Möglichkeiten für einen beruflichen Austausch mangelt, sind ebenfalls stärker gefährdet, Schaden zu nehmen. Arbeitskräfte, die Gefahrstoffen ausgesetzt bzw. in großen Höhen, auf Offshore-Plattformen oder in anderen schwierigen Umgebungen tätig sind, sind besonders durch Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Sicherheit gefährdet. Arbeitskräfte in Konfliktregionen oder abgelegenen Gebieten sind mit Risiken für ihre Sicherheit sowie physische und psychische Gesundheit konfrontiert. Arbeitskräfte mit Betreuungspflichten sind gefährdeter, weil es für sie schwierig ist, ihre beruflichen Pflichten mit der Betreuungsverantwortung in Einklang zu bringen, insbesondere in Fällen, in denen es um die Pflege von älteren Menschen bzw. von Personen mit chronischen oder langfristigen Krankheiten geht oder wenn alleinstehende Pflegende die alleinige Verantwortung für ihre Angehörigen tragen. All diese Gruppen nehmen vor dem Hintergrund schlecht regulierter oder überwachter Arbeitsgesetze und -standards mit höherer Wahrscheinlichkeit Schaden. Wir wenden eine gründliche Methodik an, um die negativen Auswirkungen für diese potenziell gefährdeten Gruppen zu identifizieren. Dazu gehören Befragungen und Datenanalysen, wie beispielsweise Lieferantenrisikoberichte und -überwachung, sowie das interne Zwischenfallmeldesystem. Überwachung und kontinuierliche Verbesserung werden durch regelmäßige Bewertungen erreicht. Dazu zählen Arbeitsplatzaudits, Audits bei Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen sowie Feedback von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette (z. B. Synergi, Audits).
Unsere wesentlichen Risiken durch Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette – vor allem im Hinblick auf die Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze – betreffen alle Arbeitnehmer:innen in der Wertschöpfungskette, insbesondere jene mit den oben beschriebenen besonderen Merkmalen. Weitere Einzelheiten zu allen oben genannten Aspekten finden Sie unter S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
Wesentliche IROs für betroffene Gemeinschaften und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Was betroffene Gemeinschaften anbelangt, ist sich OMV im Klaren, dass Transparenz, Vertrauen und partnerschaftliche Beziehungen zu diesen von entscheidender Bedeutung sind. Somit stellen wir sicher, dass wir ein verantwortungsbewusster und willkommener Nachbar sind. Daher besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den von uns ermittelten wesentlichen Auswirkungen – Nichtbeachtung der Rechte von Gemeinschaften, mangelnde Schaffung lokaler Arbeitsplätze, aber auch Schaffung von Geschäftsmöglichkeiten und Sozialinvestitionen – und unserer Strategie bzw. unserem Geschäftsmodell. Diese Auswirkungen können durch unseren Modus Operandi und die Wahl unserer Geschäftspartner:innen an Standorten bedingt sein, in deren Nähe betroffene Gemeinschaften leben. Um sicherzustellen, dass negative Auswirkungen minimiert bzw. abgeschwächt und positive Auswirkungen gefördert werden, berücksichtigt die Strategie von OMV sowohl positive als auch negative Auswirkungen. Dies spiegelt sich beispielsweise in unserem Code of Conduct und unserem umfassenden Ansatz in Bezug auf die Menschenrechte wider, der in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung dargelegt ist. Die Auswirkungen fließen durch die Messung und Erfüllung unserer Ziele in unsere Strategie ein. Die derzeitige Strategie von OMV in diesem Kontext ist gut geeignet, um die identifizierten Auswirkungen zu adressieren, und es sind keine unmittelbaren Anpassungen geplant. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Mit S3 Betroffene Gemeinschaften verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Betroffene Gemeinschaften werden definiert als die Menschen, die in der Nähe von OMV Betriebsstandorten und -einrichtungen leben, bis hin zu in weiterer Entfernung lebenden Gemeinschaften, die von den Geschäftstätigkeiten von OMV betroffen sind. Dazu gehören verschiedene Gemeinschaften oder Einzelpersonen, die aufgrund ihrer gesetzlichen Rechte bzw. ihrer Rechte im Rahmen internationaler Übereinkommen legitime Ansprüche gegen das Unternehmen haben, darunter lokale Gemeinschaften, weiter entfernt lebende Gemeinschaften und Gemeinschaften, die an unserer Wertschöpfungskette beteiligt oder von ihr betroffen sind. Gemeinschaften sind den Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit und der vorgelagerten Wertschöpfungskette von OMV ausgesetzt. Zu den Umweltauswirkungen gehören Boden- und Wasserverschmutzung durch Prozesssicherheitsereignisse. Unter soziale Auswirkungen fallen Staub- und Lärmbelästigungen, Landnutzung und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Zu den lokalen Gemeinschaften, auf die wir wesentliche Auswirkungen haben, gehören jene, die in der Nähe von OMV Betriebsstandorten und -einrichtungen, wie Bohrstellen, Raffinerien und Pipelinetrassen, leben und von unseren Geschäftsaktivitäten direkt betroffen sind. Auch abgelegene Gemeinden, die weiter von unseren Hauptstandorten entfernt und indirekt von den Aktivitäten von OMV betroffen sind, werden hierbei berücksichtigt. Wo wir auf See und an Land (einschließlich ländlicher Gebiete) tätig sind, gehören zu den betroffenen Gemeinschaften im Allgemeinen:
benachbarte Landwirt:innen und Grundbesitzer:innen
ungelernte, angelernte und qualifizierte Personen, die im Umfeld der OMV Betriebsstandorte leben
einflussreiche Gemeindemitglieder wie Stammesführer:innen, politische oder religiöse Führungspersönlichkeiten
schutzbedürftige Gruppen wie z. B. Migrant:innen, Angehörige von Minderheiten, Frauen und Kinder
indigene Stämme mit Verbindungen zu den Land- und Meeresgebieten, in denen wir tätig sind, sowie benachbarte Stämme, deren Gebiete im unwahrscheinlichen Fall einer Freisetzung gefährlicher Stoffe betroffen sein könnten. Indigene Bevölkerungsgruppen leben bekanntlich in der Nähe unserer Standorte in Māui, Pohokura und Maari in Neuseeland.
Diese Interessenträger:innen spielen eine entscheidende Rolle im sozialen Gefüge der betroffenen Gemeinschaften, und ihre Sichtweisen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Einbeziehungsprozesse. Unser Ansatz umfasst regelmäßige Konsultationen und Dialoge mit diesen Gruppen, um ihre Anliegen und Wünsche zu verstehen. Dies hilft uns, nachteilige Auswirkungen abzumildern und positive Beziehungen zu fördern, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basieren.
In der vorgelagerten Wertschöpfungskette sind die folgenden Gemeinschaften von den identifizierten wesentlichen Auswirkungen von OMV betroffen:
weiter entfernte Gemeinschaften (Bevölkerungsgruppen, die weiter von unseren Hauptbetriebsstandorten entfernt leben und direkt oder indirekt von unseren Aktivitäten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette betroffen sind, z. B. durch Baustellenverkehr oder Ölverluste auf der Straße)
Gemeinschaften, die an unserer Wertschöpfungskette beteiligt oder davon betroffen sind, einschließlich jener in Regionen, aus denen wir Rohstoffe beziehen oder in denen wir Förderverfahren entwickeln, sowie in Gebieten, die am Transport- und Vertriebsnetz beteiligt sind, wie z. B. Gemeinschaften an vorgelagerten Endpunkten der Wertschöpfungskette.
Die ermittelten potenziellen wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Gemeinschaften in der Nähe unserer Standorte stehen in der Regel im Zusammenhang mit einzelnen Vorfällen im Rahmen der eigenen Tätigkeit von OMV oder solchen aus Geschäftsbeziehungen, wie zum Beispiel Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität von Gemeinschaften. Allerdings könnte es auch zu weitreichenderen Auswirkungen kommen, wenn bestimmte Verfahren nicht befolgt werden. Systemische Auswirkungen können mit Problemen oder Herausforderungen verbunden sein, die im lokalen Kontext vorherrschen und durch Ursachen hervorgerufen werden, die sich der unmittelbaren Kontrolle von OMV entziehen, wie zum Beispiel regionale Beschäftigungsquoten oder lokale Grundstückspreise. Dennoch erhöhen sie das Risiko nachteiliger Auswirkungen im Rahmen der eigenen Tätigkeiten oder der Wertschöpfungskette von OMV. Ein wesentlicher Prozess, mit dem wir Auswirkungen ermitteln und nachprüfen, ob es sich um individuelle oder systemische Auswirkungen handelt, ist die Analyse der an den Standorten eingegangenen Beschwerden.
Aufgrund des Profils unserer Branche können unsere Wertschöpfungskette und unsere Logistik negative Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften haben, beispielsweise indem sie Staus verursachen und die Luftverschmutzung erhöhen. Dies kann die Gesundheit und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften beeinträchtigen. Aus unserem Beschwerderegister gehen frühere Sachverhalte im Zusammenhang mit Staub- und Lärmbelästigungen durch unsere Geschäftstätigkeit hervor. Derartige Auswirkungen können die Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität der lokalen Gemeinschaften beeinträchtigen. In der Regel handelt es sich dabei um Einzelereignisse im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung wie Freisetzungen gefährlicher Stoffe, Lärm und Staub. Das Prozesssicherheitsmanagement (PSM) bleibt als moralische und geschäftliche Notwendigkeit ein entscheidender Schwerpunkt für das Unternehmen. Ein Prozesssicherheitsereignis könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität von Gemeinschaften sowie auf die Umwelt haben, wie beispielsweise Wasserverunreinigungen durch Bohrungen oder die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen. Zur Minderung dieser Risiken werden wirksame präventive Maßnahmen umgesetzt.
Neben diesen negativen Auswirkungen wurden auch positive Auswirkungen für die lokalen Gemeinschaften festgestellt. Dazu gehören gestiegene lokale Beschäftigung und bessere Entwicklung der lokalen Wirtschaft, beispielsweise durch verstärkte lokale Beschaffung oder mehr Laufkundschaft für lokale Betriebe durch Arbeitskräfte, die für ein OMV Projekt in ein Gebiet kommen. Weitere positive Auswirkungen sind Verbesserungen der Infrastruktur und Beiträge zur lokalen Entwicklung in Form von Sozialinvestitionen, zum Beispiel in Erste Hilfe und medizinische Versorgung für benachteiligte Gemeinschaften.
Im Rahmen unseres Ansatzes identifizieren und pflegen wir Beziehungen zu Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die von unseren Aktivitäten betroffen sind oder Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben. Die Identifizierung und Analyse von Interessengruppen ist ein wesentlicher Teil unserer Abläufe betreffend Community-Relations- und Sozialinvestitionen. Lokale Community-Relations-Beauftragte sind dafür verantwortlich, Interessenträger:innen zu identifizieren, deren Bedürfnisse sowie potenzielle Risiken und Auswirkungen für die Aktivitäten und die Wertschöpfungskette von OMV zu bewerten und diese Informationen zur Entwicklung lokaler Community-Relations- und Sozialinvestitionen zu nutzen. Beispielsweise haben wir indigene Bevölkerungsgruppen (iwi und hapū) in Neuseeland aufgrund der kulturellen Bedeutung der Umwelt als Interessenträger:innen mit hoher Priorität identifiziert und tauschen uns im Rahmen des laufenden Programms von OMV Neuseeland zur Einbeziehung von Interessengruppen regelmäßig mit ihnen aus. Diese Einbeziehung ist auf verschiedene Anlagen und Projekte zugeschnitten und bezieht mehrere Gruppen ein, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen gehört werden.
In Bezug auf das Thema der betroffenen Gemeinschaften wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse keine wesentlichen Risiken und Chancen festgestellt. Allerdings sind wir uns auch der Vorteile einer positiven Reputation bewusst, die sich aus der Gewährung von Sofortunterstützung und humanitärer Hilfe für von Naturkatastrophen oder Kriegen betroffene Gemeinschaften ergeben. Weitere Einzelheiten zu allen oben genannten Aspekten finden Sie unter S3 Betroffene Gemeinschaften.
Finanzielle Folgen wesentlicher Risiken und Chancen
Die für alle E-, S- und G-Themen identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen hatten keine wesentlichen messbaren tatsächlichen Auswirkungen auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OMV. Die im Jahr 2025 angefallenen Investitionsausgaben (CAPEX) für Maßnahmen zur Verhinderung oder Minderung dieser Risiken bzw. Nutzung dieser Chancen sind in den Tabellen mit den Zusammenfassungen der wichtigsten Maßnahmen in den jeweiligen Kapiteln enthalten, einschließlich einer Zuordnung der CAPEX zu den jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Die aktuellen finanziellen Effekte wesentlicher Risiken und Chancen, bei denen ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten innerhalb des nächsten Berichtszeitraums unter Berücksichtigung des für die mittelfristige Planung verwendeten Basisszenarios besteht, sind im Konzernabschluss in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende, angeführt.
Die Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells von OMV trägt dazu bei, wesentliche Auswirkungen und Risiken zu bewältigen und gleichzeitig Chancen zu nutzen. Der strategische Rahmen von OMV ist auf Anpassungsfähigkeit ausgelegt und ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf dem dynamischen und oft volatilen Energiemarkt zurechtzufinden. Durch die Integration von Nachhaltigkeit in seine Kernaktivitäten verfolgt OMV einen proaktiven Ansatz zur Minderung von Umweltrisiken wie CO2-Emissionen und Ressourcenerschöpfung. Die selbst auferlegte Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, unterstreicht seine langfristige Vision und sein Engagement für Umweltschutz. Die erheblichen Investitionen in erneuerbare Energien und technologische Innovationen versetzen OMV in die Lage, die sich bietenden Chancen im Bereich der grünen Energie entsprechend zu nutzen. Darüber hinaus dient das Risikomanagement von OMV dazu, menschenrechtliche und operationelle Risiken innerhalb der Lieferkette des Unternehmens zu identifizieren und zu mindern. Nach Maßgabe unserer Strategie 2030 und unserer Transformationsziele wird die Klimaresilienz von OMV einer entsprechenden Analyse unterzogen. Diese Analyse bestätigte die Fähigkeit des Unternehmens zur Umsetzung seiner Strategie 2030 sowie die Resilienz des zukünftigen Portfolios von OMV mit einem positiven Cashflow aus der Betriebstätigkeit und einem freien Cashflow im Zeitraum von 2026 bis 2040. Mehr dazu finden Sie unter E1: ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell.
Mit E1 Klimawandel verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Klimaschutz/ |
|
Direkte und indirekte THG-Emissionen aus eigenen Tätigkeiten und Produkten sowie erheblicher Energieverbrauch infolge geringer Energieeffizienz tragen zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel bei und haben negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Klimaschutz |
|
|
Langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Klimaschutz |
|
|
Langfristig |
O |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Energie |
|
|
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Unternehmensweites Risikomanagement |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Alle in der obigen Tabelle aufgeführten wesentlichen klimabezogenen Risiken sind klimabedingte Übergangsrisiken.
Mit E2 Umweltverschmutzung verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Luftverschmutzung |
|
Die Auswirkungen sind auf die Strategie und das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da Luftschadstoffe aus den Kernaktivitäten von OMV resultieren. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Wasserverschmutzung |
|
Wasserverschmutzungen beeinträchtigen die Wasserqualität und wirken sich negativ auf Mensch und Umwelt aus. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung/ |
|
|
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung/ |
|
Vorfälle während des Betriebs führen zu Boden-, Luft- und Wasserverschmutzungen, die sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken. Die Auswirkungen sind auf die Kerngeschäftsaktivitäten von OMV zurückzuführen, da das Potenzial für Vorfälle unseren Tätigkeiten innewohnt, wenn Präventionsmaßnahmen nicht konsequent befolgt werden. Beispiele für potenzielle branchentypische Verschmutzungsauswirkungen aufgrund von Vorfällen sind Einleitungen von Abwasser, Austritte von Chemikalien oder ungeplante Emissionsereignisse sowie Prozesssicherheitsereignisse, wie z. B. Fehlfunktionen von Anlagen oder Integritätsstörungen, die zur Freisetzung gefährlicher Stoffe führen. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Mikroplastik |
|
Verschmutzungen durch Freisetzungen von Kunststoffpellets können sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich und potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Mit E3 Wasser- und Meeresressourcen verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Wasser |
|
Die Nutzung von Wasser, insbesondere aus Gebieten mit Wasserstress, hat negative Auswirkungen auf die Menschen (Verfügbarkeit von Wasser) und die Umwelt. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Wasser |
|
|
Mittelfristig, langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Mit E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Auswirkungen auf Umfang und Zustand von Ökosystemen/ |
|
Negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme könnten Mensch und Umwelt beeinflussen. |
Mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen |
|
|
Mittelfristig, langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Mit E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung/ |
|
Die Verwendung nachhaltiger statt fossiler Einsatzstoffe spart Ressourcen und reduziert Emissionen, was sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirkt. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
+ |
Tatsächlich |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung |
|
Die steigende Nachfrage nach biobasierten Einsatzstoffen hat negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. |
Mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung |
|
|
Mittelfristig, langfristig |
O |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Mit S1 Arbeitskräfte des Unternehmens verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Arbeitsbedingungen |
|
Dazu zählen die Missachtung der Vereinigungsfreiheit an Orten, an denen die Gesetzgebung eine formelle Arbeitnehmervertretung verbietet, und das Versäumnis, sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Entlassung von Arbeitnehmer:innen auseinanderzusetzen. Auch das Thema der angemessenen Entlohnung ist hier einzuordnen. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Arbeitsbedingungen |
|
Projektbedingter Druck kann sich negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen auswirken (z. B. Ermüdung, die zu Unfällen führen kann). Potenziell begrenzte personelle Ressourcen führen folglich dazu, dass die Teams hinsichtlich der Anforderungen von Regulierungsbehörden und externen Partner:innen möglicherweise überbeansprucht sind. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von internen Vorschriften und Standards (z. B. zu Ruhezeiten, Schulungsstunden) einen Anteil an den Auswirkungen. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Arbeitsbedingungen/ |
Verstärktes Bewusstsein für Menschenrechte |
OMV bietet verbesserte Arbeitsbedingungen und sonstige arbeitsbezogene Rechte, die das Wohlbefinden der Beschäftigten priorisieren (z. B. Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Stressbewältigung). Damit geht das Unternehmen über seine gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. OMV fördert aktiv die Vielfalt und Inklusivität am Arbeitsplatz. Das Unternehmen bietet dazu entsprechende Schulungen, setzt sich für Chancengleichheit ein, unterstützt die Gleichstellung der Geschlechter – einschließlich gleichen Lohns für gleiche Arbeit – und stellt die Inklusion von Menschen mit Behinderungen sicher. Durch proaktive Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz schafft OMV ein sicheres, respektvolles und befähigendes Umfeld, in dem sich alle Arbeitnehmer:innen entfalten können. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
+ |
Tatsächlich und potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle |
|
|
Langfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Personalrichtlinie |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Mit S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Arbeitsbedingungen/ |
|
Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da Menschenrechtsverletzungen zum Verlust von Fachkräften und von Ansehen führen könnten, was beides kritische Faktoren für die Umsetzung der Strategie sind. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Arbeitsbedingungen |
|
Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da gute Arbeitsbedingungen die Akquise und Bindung von qualifizierten Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette fördern, was kritische Faktoren für die Umsetzung der Strategie sind. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
+ |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle/ |
|
|
Kurzfristig, mittelfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle |
|
|
Kurzfristig, mittelfristig |
R |
|
|
Eigene Tätigkeiten |
Unternehmensweites Risikomanagement |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Mit S3 Betroffene Gemeinschaften verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften/ |
|
Wenn es nicht gelingt, die Rechte der Gemeinschaften zu berücksichtigen, eine respekt- und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und für beide Seiten akzeptable Lösungen zu finden, wirkt sich dies negativ auf die Menschen und die Umwelt aus. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Menschenrechts-Grundsatzerklärung |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften |
|
Die Unterstützung der Entwicklung lokaler Gemeinschaften führt zu einer respekt- und vertrauensvollen Beziehung und wirkt sich positiv auf die Menschen aus. Durch Sozialinvestitionen leistet OMV einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung des Lebensstandards und zur langfristigen Resilienz lokaler Gemeinschaften. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
+ |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften/ |
|
Begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten oder eine begrenzte Entwicklung der Gemeinschaft wirken sich negativ auf die Menschen aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da die Förderung der Entwicklung lokaler Gemeinschaften und die Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften einen Anteil an den Auswirkungen. |
Mittelfristig, langfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Mit G1 Unternehmensführung verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
|
|||||||||
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Unternehmenskultur |
|
Durch seine Unternehmenskultur bleibt OMV ein starker Arbeitgeber in der Branche, der eine gesetzeskonforme und ethische Unternehmenskultur fördert und ein positives Arbeitsumfeld und Arbeitsplätze bietet. |
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
I |
+ |
Tatsächlich und potenziell |
Vorgelagert |
Code of Conduct |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht |
Management der Beziehungen zu Lieferant:innen, einschließlich Zahlungspraktiken |
|
ESG-Lieferantenbewertungen führen zu positiven Auswirkungen auf die Unternehmenskultur in der Lieferkette. Potenziell können sie zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen/der Lebensqualität der Arbeitnehmer:innen in der Lieferkette in Ländern mit niedrigeren Standards als in Österreich/der EU führen. |
Mittelfristig |
I |
+ |
Potenziell |
Vorgelagert |
Konzernweite Beschaffungsrichtlinie |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
Management der Beziehungen zu Lieferant:innen, einschließlich Zahlungspraktiken |
|
Potenzielle negative Auswirkungen aufgrund von Zahlungsverzug können zu Abhängigkeit und anschließender finanzieller Anfälligkeit von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen führen. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
– |
Potenziell |
Vorgelagert |
Konzernweite Beschaffungsrichtlinie |
Unterliegt der ESRS-Angabepflicht, unternehmensspezifische Angabe |
G-(Unternehmensspezifisch): Mit Cybersicherheit verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Unterthemen |
Beschreibung |
Weitere Einzelheiten |
Zeithorizont |
IRO |
–/+ |
Tatsächlich/ |
Wertschöpfungskette |
Relevante Konzepte |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Unternehmensspezifisch Cybersicherheit |
|
Ein Cyberangriff kann zu falschen Informationen über die Parameter von Produktionsprozessen führen und eine Kettenreaktion auslösen, die in physischen Störfällen mit Auswirkungen auf die Umwelt resultieren kann, wie beispielsweise Bränden, Gaslecks oder Ölaustritten. |
Kurzfristig, mittelfristig |
I |
– |
Potenziell |
Eigene Tätigkeiten |
IT/OT-Sicherheitsrichtlinie |
Unternehmensspezifische Angabe |