OMV hat die folgenden Konzepte eingeführt, um unsere wesentliche Auswirkung und das Risiko im Zusammenhang mit E3 Wasser zu steuern.
Code of Conduct
In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E3 Wasser, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt.
Standard für unternehmensweites Risikomanagement
In Bezug auf den Standard für unternehmensweites Risikomanagement (Enterprise-Wide Risk Management; EWRM) werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E3 Wasser, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt.
Umweltmanagementstandard
In Bezug auf den Umweltmanagementstandard (UMS) werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E3 Wasser, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt. Im Rahmen des Umweltmanagementstandards von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um die identifizierten tatsächlichen und potenziellen negativen Auswirkungen und das Risiko zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen:
Risikomanagement
Umfassende Bewertungen des Wasserstressniveaus werden jährlich durchgeführt. Um Standorte mit einem erhöhten Risiko für Wasserknappheit oder Wasserstress zu ermitteln, verwendet OMV internationale Tools und Indizes wie etwa den Wasserstressindex von Verisk Maplecroft, der auf dem „Aqueduct Baseline Water Stress“‑Index des World Resources Institute (WRI) basiert, sowie bei Bedarf auch eigene Bewertungen. In einigen Regionen, in denen OMV tätig ist, kam es in trockenen Jahren bereits zu Wasserstress. Vor allem aufgrund des Klimawandels müssen wir mit einem weiteren Rückgang des verfügbaren Wassers rechnen. Ein Bottom-up-Ansatz bei der Bewertung der Wasserrisiken gemäß unserer konzernweiten Richtlinie für die Bewertung von Umweltrisiken (Environmental Risk Assessment; ERA) gewährleistet eine konsistente qualitative Beurteilung von operationellen Risiken und Auswirkungen auf die Umwelt. Wesentliche Risiken werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagementsystems (EWRM) von OMV bewertet. Bevor wir unsere Geschäftstätigkeit in einem neuen Land aufnehmen oder neue Tätigkeiten starten, ermitteln wir potenzielle künftige Wasserrisiken wie die jährliche Gesamtentnahme von Grundwasser in Relation zur Grundwassermenge (Baseline Water Stress; BWS), das Verhältnis zwischen Grundwasserentnahme und Grundwasserneubildung (Groundwater Stress) und saisonale Schwankungen. Dazu verwendet OMV in erster Linie die Aqueduct-Tools des World Resources Institute (WRI) und die Indizes von Verisk Maplecroft. Wassermanagementrisiken sind eng mit der Verhinderung der Freisetzung gefährlicher Stoffe verknüpft. Mehr über die Vermeidung von Freisetzungen gefährlicher Stoffe finden Sie im Abschnitt Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei Freisetzungen gefährlicher Stoffe.
Wassermanagementpläne
Wassermanagementpläne sind für OMV ein essenzielles Instrument, um alle wasserbezogenen Themen, Probleme und Aufgaben zu behandeln – mit dem Ziel, das Wassermanagement zu verbessern. Sie geben Aufschluss über die aktuelle Wassernutzung und weisen den Weg für Verbesserungen der Wassereffizienz, Maßnahmen zur Wassereinsparung und Ziele zur Wasserreduzierung. Jeder Standort von OMV muss einen Wassermanagementplan entwickeln, umsetzen und aufrechterhalten. Dieser Plan sollte mindestens die folgenden Elemente enthalten: Umfang und Ziele einschließlich Standortbeschreibung; geltende Rechtsvorschriften, sonstige Anforderungen und Genehmigungen; Identifizierung von Wasserquellen, Einleitungen einschließlich Wasserqualitätsparametern und Überwachungsplänen; Wasserkarte, -inventar und -bilanz einschließlich Ableitungen; Systeme für Wassertransport, -speicherung und -aufbereitung; wesentliche Wasserrisiken und Maßnahmen zur Risikominderung; Maßnahmen zur Wassereinsparung und Steigerung der Wassereffizienz einschließlich eines Aktionsplans. Betriebseinrichtungen in Regionen, die von Wasserknappheit betroffen sind oder sein könnten, und Betriebe, die signifikante Wasserressourcen nutzen (z. B. in Tunesien), wurden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wassermanagementplänen priorisiert. Das Ziel dieser Pläne ist eine langfristige nachhaltige Produktion mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt.
Beste verfügbare Techniken
Wir ergreifen Maßnahmen, um die Süßwasserentnahme auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu zählen die Reduzierung der Komplexität der Betriebsabläufe, die Modernisierung von Anlagen (Kesseln), die Instandhaltung von Anlagen zur Verringerung von Wasserverlusten, die Verwendung von entsalztem Meerwasser anstelle von Süßwasser, die Installation von Umlaufkühlsystemen, die Verwendung von Luft oder Glykol als Kühlmittel anstelle von Wasser (z. B. in der Verdichterstation 2 Bustuchin im Oltenia-Asset) und die Optimierung der Leitungswege für die Wasserversorgung. Neben der Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung der Süßwasserentnahme implementieren wir die beste verfügbare Technik (BVT), um Wasser nachhaltig aufzubereiten. Außerdem wollen wir die Wassereffizienz im täglichen Betrieb an unseren Tankstellen verbessern. In diesem Geschäftsbereich sind Autowaschanlagen einer der Hauptverbraucher von Wasser. Daher ist die in unsere Anlagen implementierte Wasserrecyclingtechnik ein wichtiges Element zur effizienten und nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen von OMV.
Einbeziehung der Interessenträger:innen
Die Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit auf die Wasserressourcen ist für diverse Interessenträger:innen von Bedeutung. Wir arbeiten mit Behörden – zum Beispiel mit jenen, die für das Flussgebietsmanagement zuständig sind – im Hinblick auf die Einhaltung von Wassernutzungsvorschriften sowie in Bezug auf die Einhaltung der für die Abwasseraufbereitung geltenden Umweltparameter zusammen. Wir stimmen uns mit lokalen Wasserversorgungsunternehmen zur Süßwasserversorgung der OMV Betriebseinrichtungen sowie zur Abwasserbehandlung ab. Wir kooperieren mit NGOs in Bezug auf den Umweltschutz und die Erhaltung der Wasserressourcen sowie mit lokalen Gemeinschaften im Hinblick auf die gemeinsame Nutzung lokaler Wasserressourcen und die Qualität des eingeleiteten Abwassers. In Österreich zum Beispiel fischen Ortsansässige nahe der Raffinerie Schwechat und des Tanklagers Lobau in der Donau sowie im dortigen Hafen. Mit ihnen führen wir bereits seit Jahren einen aktiven und offenen Dialog. In Gebieten, in denen OMV Betriebe große Wassermengen benötigen oder die unter Wasserstress leiden, ist die Einbeziehung lokaler Interessenträger:innen in das Wassermanagement besonders wichtig, um die gesellschaftliche Akzeptanz für unser unternehmerisches Handeln sicherzustellen. Die Aktivitäten von OMV im Rahmen des Wassermanagements haben eine sozial gerechte Wassernutzung zum Ziel. Zudem führt OMV regelmäßig Lieferantenaudits durch, um die Einhaltung unserer Anforderungen in Bezug auf die Menschenrechte sicherzustellen.
Damit wir mit den Interessen und Bedürfnissen lokaler Gemeinschaften vertraut sind und diese während des gesamten Lebenszyklus eines Projekts berücksichtigen können, führt OMV im Zuge von Sozialverträglichkeitsprüfungen (Social Impact Assessments; SIAs) gesellschaftliche Bestandsaufnahmen und Bedarfsanalysen durch. Zeigt sich aufgrund dieser Analysen ein Bedarf, startet OMV Entwicklungsprojekte, die für die lokale Bevölkerung einen besseren Zugang zu sauberem Wasser sicherstellen. Bedenken über wasserspezifische Probleme können auch über unsere Community-Beschwerdemechanismen geäußert werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können. Da alle unsere Standorte unter den UMS fallen, umfasst unser allgemeines Engagement zur Reduktion des Wasserverbrauchs und zur Verbesserung der Wassereffizienz auch Gebiete, die von Wasserrisiken betroffen sind. Der UMS enthält einen Anhang, der zusätzliche Anforderungen an die Einleitung von produziertem Wasser und Offshore-Abwasser vorschreibt. Darüber hinaus hat OMV jedoch keine konkreten Richtlinien in Bezug auf nachhaltige Ozeane und Meere eingeführt.