E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz

[E1-2.25] Zur Unterstützung des Übergangs von OMV zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen gemäß dem Pariser Klimaschutzabkommen und den Klimastrategien und -zielen der EU sowie zur Steuerung unserer Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit E1 Klimawandel hat OMV die folgenden Konzepte und Frameworks entwickelt, die sein Handeln im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien leiten sollen.

Code of Conduct

[MDR-P-65a-65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E1 Klimawandel, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt.

Umweltmanagementstandard

[MDR-P-65a-65f] In Bezug auf den Umweltmanagementstandard werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E1 Klimawandel, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt.

THG-Management-Framework

[E1-2.24] [MDR-P-65a] Das Treibhausgas-(THG-)Management-Framework ergänzt die Leitlinien unseres Umweltmanagementstandards. Es bietet einen detaillierten Ansatz zur Steuerung der negativen Auswirkungen von THG-Emissionen, die durch unsere Tätigkeiten und die von uns verkauften Produkte bedingt sind, sowie zur Verbesserung der niedrigen Energieeffizienz in unseren Betrieben. Dazu gehört auch, dass die hohen Emissionen und der erhebliche Energieverbrauch durch die Fortführung von Standorten und Geschäftsaktivitäten entsprechend dem derzeitigen Geschäftsmodell gemindert werden. Die Steuerung dieser negativen Auswirkungen hilft uns auch, einen Verlust des Vertrauens der Investor:innen aufgrund möglicher unzureichender Umsetzung unserer Strategie 2030 zu verhindern, denn dies haben wir als ein wesentliches Risiko identifiziert. Darüber hinaus bezieht sich das THG-Management-Framework auf die langfristige Chance, einen Wettbewerbsvorteil durch die Mitgestaltung der Energiewende zu erlangen.

Das THG-Management-Framework ist ein Standard von OMV, der festlegt, wie Treibhausgasemissionen gemessen, gemeldet und gemanagt werden sollen. Es enthält die Definitionen, Grenzen und Regeln für die strategischen THG-Reduktionsziele von OMV. Außerdem definiert der Standard Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, wie etwa durch Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU), und legt die Anforderungen für die freiwillige CO2-Kompensation und deren Beitrag zur Erreichung der THG-Ziele des Konzerns fest. Der Standard enthält zudem Leitlinien für den Umgang mit Methanemissionen sowie für die Bilanzierung und Berichterstattung von biogenen CO2-Emissionen. Die Wirksamkeit des THG-Management-Frameworks wird durch das jährliche Sammeln von Daten, Plausibilitätsprüfungen und die regelmäßige Überwachung der Fortschritte bei der Erreichung der festgelegten Ziele bewertet. [MDR-P-65b] Es gilt für OMV einschließlich Borealis und OMV Petrom. [MDR-P-65c] Der:die CFO von OMV genehmigt das THG-Management-Framework und ist auch für dessen Erfüllung verantwortlich. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt beim:bei der SVP Investor Relations & Sustainability. [MDR-P-65d] Das THG-Management-Framework stützt sich auf das THG-Protokoll, das Framework der OGMP 2.0 sowie die Richtlinien des IPCC und des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market. [MDR-P-65e] Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung des Standards beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf des Standards gebeten. [MDR-P-65f] Der Standard steht allen OMV Arbeitnehmer:innen über die Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung.

Direktive zur Kontrolle von Investitionen

[E1-2.24] [MDR-P-65a] Die Direktive zur Kontrolle von Investitionen (Controlling of Investment Directive) regelt den Prozess der Investitionsentscheidungen und entsprechenden Berichterstattung bei OMV, insbesondere die CAPEX-Definitionen für Controllingzwecke. Die Direktive regelt auch die Investitionskriterien für Nachhaltigkeitsprojekte zur Minderung der negativen Auswirkungen, die im Zusammenhang mit THG-Emissionen aufgrund unserer Geschäftstätigkeit, den von uns verkauften Produkten und geringer Energieeffizienz an unseren Standorten identifiziert wurden. Darüber hinaus unterstützt die Direktive unsere ermittelte langfristige Chance, einen Wettbewerbsvorteil durch Mitgestaltung der Energiewende zu erlangen. Das Ziel besteht darin, Investitionen in Projekte zu fördern und zu erleichtern, die mit unseren Klimazielen im Einklang stehen. OMV definiert die CAPEX für Nachhaltigkeitsprojekte als Investitionen, die eines von zwei Kriterien erfüllen müssen: Entweder sind sie taxonomiekonform oder sie unterstützen die Umsetzung des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks 2030. Dieses Framework umfasst unter anderem Investitionen in die Erkennung und Reparatur von Methanlecks, Energieeffizienzprogramme, chemisches Recycling und Community-Investitionen, die als strategische Investitionen in das Gemeinwesen eingestuft werden. Damit Nachhaltigkeitsprojekte die finale Investitionsentscheidung bestehen, gelten für sie andere finanzielle Hürden als für die restlichen Projekte des Portfolios. Auf „Nachhaltigkeitsinvestitionen“ werden besondere „gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten“ (Weighted Average Cost of Capital; WACC) angewendet, die die spezifischen Risiken von Nachhaltigkeitsprojekten (in der Regel niedriger als bei anderen Projekten) und eine Amortisationsdauer von weniger als 15 Jahren berücksichtigen. Im Mittelpunkt des regelmäßigen Überwachungsprozesses der Investitionen stehen jährliche Nach- und Zwischenprüfungen, Berichte über Kostenüberschreitungen und die laufende Überwachung durch das Controlling & Performance Management.

[MDR-P-65b] Die Direktive zur Kontrolle von Investitionen gilt für OMV einschließlich aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften. [MDR-P-65c] Die Direktive wird vom OMV Vorstand genehmigt, der für ihre Erfüllung verantwortlich ist. Die Zuständigkeit für die Umsetzung liegt beim:bei der SVP Group Controlling & Performance Management. [MDR-P-65e] Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung der Direktive beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf der Direktive gebeten. [MDR-P-65f] Die Direktive steht allen OMV Arbeitnehmer:innen über die Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung.

Standard für unternehmensweites Risikomanagement

[MDR-P-65a- 65f] In Bezug auf den Standard für unternehmensweites Risikomanagement (Enterprise-Wide Risk Mangagement; EWRM) werden, sofern nicht anders angegeben, die wichtigsten Inhalte des Konzepts mit Relevanz für E1 Klimawandel, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich des Konzepts, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung des Konzepts (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie das Konzept potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt ESRS 2 Übergeordnete Konzepte behandelt.

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