Um unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu steuern, hat OMV verschiedene Konzepte eingeführt. Einige dieser Konzepte dienen als übergeordnete Leitlinien für unsere Tätigkeiten, um ein verantwortungsvolles Verhalten in Bezug auf E-, S- und G-Belange sicherzustellen. Im folgenden Abschnitt stellen wir diese übergeordneten Konzepte vor und erläutern, wie sie mit den verschiedenen Themen in Zusammenhang stehen. In den Kapiteln zu den themenbezogenen Standards wird dann erläutert, wie sich spezifische thematische Konzepte auf einzelne wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen beziehen.

Code of Conduct

[MDR-P 65a-65f – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3, G1]

Wesentliche IROs (Codes)

Umwelt:
E1 [IRO-E1-CC1, IRO-E1-CC3, IRO-E1-CC5]; E2 [E2-P-IRO-1, E2-P-IRO-4, E2-P-IRO-5, E2-P-IRO-6, E2-P-IRO-7]; E3 [E3-W-IRO-1, E3-W-IRO- 3]; E4 [E4-BE-IRO-1, E4-BE-IRO-2]; E5 [E5-CE-IRO-1, E5-CE-IRO- 2, E5-CE-IRO-4]
Soziales:
S1 [S1-HR-IRO-1, S1-HSW-IRO-1, S1-OW-IRO-1]; S2 [S2-WV-IRO-1, S2-WV-IRO-3, S2-WV-IRO- 4]; S3 [S3-AC-IRO-1, S3-AC-IRO-3, S3-AC-IRO-6]
Governance:
G1 [G1-BE-IRO-3]

a. Beschreibung der wichtigsten Inhalte des Konzepts, einschließlich seiner allgemeinen Ziele, und der wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen, auf die sich das Konzept bezieht, sowie des Überwachungsprozesses

Der Code of Conduct (CoC) legt allgemeine Verhaltensgrundsätze fest und beschreibt die spezifischen Commitments von OMV in unseren fünf Hauptschwerpunktbereichen der Nachhaltigkeit: Klimawandel/Netto-Null-Transformation, Management natürlicher Ressourcen, Gesundheit und Sicherheit, Menschen und Menschenrechte und ethische Geschäftspraktiken. Wir verpflichten uns zu einer verantwortungsvollen Geschäftstätigkeit, die die natürliche Umwelt und die Menschenrechte respektiert und einen Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Diese Commitments werden von den jeweiligen Funktionen regelmäßig überwacht. Der Prozess zur Überwachung der Wirksamkeit unseres CoC ist eine fortlaufende Maßnahme. Dazu gehören die Durchführung von Menschenrechtsprüfungen, die Bewertung der Wirksamkeit unserer Community-Beschwerdemechanismen sowie interne Audits, Compliance-Prüfungen, Stichprobenkontrollen und Lieferantenbewertungen. Durch diese Aktivitäten fördern wir Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und ethisches Verhalten im gesamten Unternehmen und stärken unser Engagement für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken.

Unser Code of Conduct erläutert unser Commitment zur Verringerung der betrieblichen Emissionen durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz im Einklang mit unserer Strategie 2030 und unseren Netto-Null-Zielen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf transparenter Kommunikation, technologischer Innovation und der Einhaltung von Vorschriften, um das Vertrauen der Investor:innen zu erhalten und die Anpassung an sich verändernde rechtliche Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Der Code unterstützt auch das Engagement für die Energiewende und die Kreislaufwirtschaft und betrachtet Nachhaltigkeit als strategischen Vorteil zur Stärkung der Reputation der Marke und der Wettbewerbsfähigkeit, während gleichzeitig die mit regulatorischen Änderungen entlang der Wertschöpfungskette einhergehenden finanziellen Risiken gesteuert werden.
Der OMV CoC verdeutlicht unser Engagement für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Schutz der Umwelt. Wir sind bestrebt, Gewässer und Böden nicht zu schädigen. Dazu befolgen wir bewährte Branchenpraktiken und greifen im Falle von Freisetzungen gefährlicher Stoffe unverzüglich ein. Unser besonderes Augenmerk gilt der effizienten Nutzung von Wasser. Deshalb haben wir entsprechende Wassermanagementpläne implementiert und setzen die besten verfügbaren Techniken ein – vor allem in Gebieten, in denen Wasser knapp ist. Ebenso achten wir die Rechte betroffener Gemeinschaften auf Zugang zu Wasser. Der Code verweist auf die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser, insbesondere in Gebieten mit Wasserstress, weshalb bei allen Aktivitäten auf Effizienz im Verbrauch, Wasserrecycling und Abwasseraufbereitung zu achten ist. OMV verpflichtet sich, Betriebsunterbrechungen aufgrund von Wasserknappheit durch standortspezifische Wassermanagementpläne und Risikobewertungen zu minimieren. Im Hinblick auf die biologische Vielfalt wendet OMV eine Abhilfemaßnahmenhierarchie an, die der Vermeidung und Minimierung von Auswirkungen auf die Umwelt Priorität beimisst. Das Unternehmen führt Biodiversitätsscreenings durch und integriert Aktionspläne in seine Tätigkeiten, um Risiken im Zusammenhang mit Landnutzungsänderungen und Umweltverschmutzung zu adressieren. Der CoC verpflichtet uns außerdem zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme durch Minimierung der negativen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit, zu denen unter anderem Umweltverschmutzung, Landnutzungsänderungen und Ressourcennutzung zählen. In Bezug auf Ressourceneffizienz geht OMV vom herkömmlichen Modell des „Nehmens, Herstellens und Wegwerfens“ („Take-Make-Waste“) zu einer Kreislaufwirtschaft über, um das Abfallaufkommen zu verringern und Ressourcen zu schonen. Wir wollen den Anteil recycelter und erneuerbarer Materialien in unseren Produkten erhöhen und die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe reduzieren.
OMV setzt sich für die Schaffung eines sicheren und fairen Arbeitsumfelds ein, indem Gefahren systematisch identifiziert, verhindert, beseitigt bzw. minimiert und Risiken auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Der CoC beschreibt unser Engagement für die Menschenrechte, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken und den Umweltschutz. Wir verlangen von unseren Geschäftspartner:innen, dass sie diese Standards einhalten und die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten sicherstellen.
Der CoC erläutert unsere Erwartungen hinsichtlich des Schutzes vor Zwangsarbeit, der Nulltoleranz gegenüber Diskriminierung und Belästigung, sicherer Arbeitsbedingungen und des Zugangs zu Beschwerdemechanismen für die eigene Belegschaft, die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und betroffene Gemeinschaften. Er dient auch als Grundlage für unser Management zur Verhütung von Arbeitsunfällen und verweist auf die Bedeutung von Risikominderung, Schulungen, Schutzausrüstung und die Förderung der psychischen und physischen Gesundheit.
Als fairer Arbeitgeber fördert OMV Chancengleichheit, Mitarbeiterentwicklung und ein positives Arbeitsumfeld. Dazu gehören die Einhaltung von Lohnstandards und Arbeitszeitregelungen, das Bestreben zur Gewährleistung einer fairen Behandlung sowie die Unterstützung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen. Wir sind uns unserer Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften bewusst und verpflichten uns, ihre Rechte zu respektieren und sie in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Wir unternehmen Schritte zum Schutz des kulturellen Erbes und setzen uns mit negativen Auswirkungen, insbesondere für indigene Bevölkerungsgruppen, auseinander. Je nach Bedarfsfall führen wir Konsultationen durch, ergreifen Abhilfemaßnahmen und leisten erforderlichenfalls Entschädigungen.
Ethisches Verhalten und Integrität sind zentrale Bestandteile der OMV Unternehmenskultur und leiten uns bei unseren Entscheidungen auf allen Ebenen. Wir halten uns an ethische Standards und tolerieren keinerlei Form von Bestechung, Betrug und Korruption. OMV hält internationale und nationale Antikorruptionsgesetze ein und stellt sicher, dass die lokalen Praktiken mit unseren ethischen Grundprinzipien im Einklang stehen. Umgesetzt wird dies beispielsweise durch ein Compliance-Management-System, laufende Sorgfaltsprüfungen, regelmäßige Schulungen für die relevanten Funktionen und Kommunikationsmaßnahmen zur Sensibilisierung.

Mehr dazu finden Sie im vollständigen Code of Conduct auf unserer Website.

b. Beschreibung des Anwendungsbereichs des Konzepts (oder der Ausnahmen) in Bezug auf Aktivitäten, die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette, geografische Gebiete und gegebenenfalls betroffene Interessengruppen

Unser CoC führt die Grundsätze auf, die alle Arbeitnehmer:innen von OMV und auch Dritte einhalten müssen, um hohe Standards in puncto Professionalität und Integrität bei allen Tätigkeiten sicherzustellen, die sie bei oder im Auftrag von OMV erbringen.

Alle Bestimmungen des CoC gelten weltweit für alle unsere Geschäftsbereiche und konsolidierten Konzerngesellschaften und decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. Alle unsere Geschäftspartner:innen sowie alle anderen Personen, die im Namen von OMV agieren, haben sämtliche relevanten Gesetze und Vorschriften zu beachten und sich an unseren CoC bzw. bei Nachweis eigener angemessener Regeln an diese alternativen Standards zu halten. Dies betrifft alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, wie zum Beispiel jene von Rohstoffpartner:innen, JV-Partner:innen, Lieferant:innen, Vertreter:innen, Beratungsunternehmen, Handelsvertretungen, Händler:innen, Auftragnehmer:innen, Subunternehmen, Vertragsbeschäftigte und verbundene Unternehmen. Relevante Interessenträger:innen im Sinne des CoC sind Personen bzw. Gruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit benachteiligt oder gefährdet sind, wie Kinder, Frauen, Arbeitsmigrant:innen, indigene Bevölkerungsgruppen und Menschenrechtsaktivist:innen. Unternehmensspezifische und/oder gewisse bereichs- und länderspezifische Anpassungen werden begrüßt, sofern sie mit dem OMV Code of Conduct im Einklang stehen.

c. Die oberste Ebene in der Organisation des Unternehmens, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist

Der CoC und alle seine Bestimmungen werden vom OMV Vorstand genehmigt. Die Vorstandsmitglieder sind für die Umsetzung im jeweiligen Geschäftsbereich verantwortlich.

d. Gegebenenfalls ein Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts verpflichtet hat

Mit unserem CoC und seinen Grundsätzen und Bestimmungen verpflichten wir uns zur Einhaltung der folgenden international anerkannten Standards und Leitlinien, die sich auf alle E-, S- und G-Themen beziehen:

  • United Nations Global Compact (UNGC)
  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
  • Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals; SDGs)

Darüber hinaus legt der CoC die Einhaltung der folgenden Verpflichtungen Dritter in Bezug auf spezifische Themenbereiche fest:
E1: Pariser Abkommen
E4: Globaler Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal (Vision 2050, Mission 2030)
G1: Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption, Antikorruptionsübereinkommen der OECD sowie sämtliche geltenden nationalen Antikorruptionsgesetze

e. Gegebenenfalls eine Beschreibung, wie die Interessen der wichtigsten Interessenträger bei der Beschließung des Konzepts berücksichtigt wurden

Da sich unser Code of Conduct auf alle wesentlichen IROs bezieht, die mit unseren Hauptschwerpunkten im Bereich der Nachhaltigkeit zusammenhängen, deckt er ein breites Spektrum von Interessenträger:innen ab. Bei der Ausarbeitung des CoC wurden daher die Interessen unserer Interessenträger:innen entweder direkt oder indirekt so weit wie möglich berücksichtigt, um sicherzustellen, dass diese Interessen nicht untergraben werden. Die Berücksichtigung der von Interessenträger:innen vorgebrachten Belange erfolgte unter Beiziehung von Fachexpert:innen, die operative, rechtliche, ökologische und soziale Perspektiven vertraten. In Bezug auf Umweltbelange im Zusammenhang mit E1, E2, E3, E4 und E5 wurden interne Interessenträger:innen aus Abteilungen wie HSSE, Sustainability und Einkauf sowie alle Geschäftsbereiche im Rahmen eines internen Konsultationsprozesses einbezogen.
Im Hinblick auf unsere Sozialstandards stehen wir in ständigem Austausch mit den Arbeitskräften des Unternehmens, um sicherzustellen, dass ihre Bedürfnisse und Anliegen angemessen berücksichtigt werden. Der Betriebsrat ist ebenfalls aktiv beteiligt, um die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen zu gewährleisten.
Um aktuellen und ethischen Governance-Frameworks Genüge zu tun, tauschen wir uns mit Interessenträger:innen wie Aufsichtsbehörden, Branchenverbänden und Fachexpert:innen aus. Der CoC deckt Bereiche wie Menschenrechte, Maßnahmen zum Klimaschutz, Biodiversität, Wassernutzung und gemeinnütziges Engagement und damit Themen ab, die für Arbeitnehmer:innen, Investor:innen, Aufsichtsbehörden und betroffene Gemeinschaften relevant sind.

f. Gegebenenfalls, ob und wie das Unternehmen das Konzept für potenziell betroffene Interessenträger und Interessenträger, deren Hilfe bei der Umsetzung benötigt wird, verfügbar macht

Unser Code of Conduct ist öffentlich auf unserer Website und intern über eigene Plattformen zugänglich. Alle Bestimmungen können im Detail online eingesehen werden.

Menschenrechts-Grundsatzerklärung

[MDR-P 65a-65f – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3, G1]

Wesentliche IROs (Codes)

Soziales:
S1 [S1-HR-IRO-1, S1-OW-IRO-1]; S2 [S2-WV-IRO-1, S2-WV-IRO-3, S2-WV-IRO- 4]; S3 [ S3-AC-IRO-1]

a. Beschreibung der wichtigsten Inhalte des Konzepts, einschließlich seiner allgemeinen Ziele, und der wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen, auf die sich das Konzept bezieht, sowie des Überwachungsprozesses

Die OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung legt fest, wie das Unternehmen die Menschenrechte, einschließlich umweltbezogener Menschenrechte, in seine Geschäftstätigkeiten integriert, mit dem Ziel, Verantwortung und Transparenz zu gewährleisten. Geleitet von diesen Grundsätzen verpflichtet sich OMV zur Einhaltung höchster sozialer und ethischer Standards und zur Förderung einer sauberen und gesunden Umwelt als grundlegendes Menschenrecht. Dazu gehören auch die Ermöglichung eines gerechten Übergangs („Just Transition“) zu einer Netto-Null-Wirtschaft und Kreislaufwirtschaft sowie die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Menschen und Ressourcen an den Standorten des Unternehmens und in deren Umfeld. Diese Commitments werden von den jeweiligen Funktionen regelmäßig überwacht. Der Prozess zur Überwachung der Wirksamkeit unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung ist eine fortlaufende Maßnahme. Er umfasst die Durchführung von Selbstbewertungen und Stichprobenkontrollen im Bereich der Menschenrechte sowie die Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht.

Mit unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung verpflichten wir uns, die Menschenrechte in allen unseren Geschäftstätigkeiten zu fördern, nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte, an denen wir beteiligt sind, aufzugreifen und angemessene Maßnahmen zu deren Verhinderung, Minderung und, falls erforderlich, Wiedergutmachung zu ergreifen.
Diese Grundsatzerklärung verlangt, dass die Rechte aller Arbeitnehmer:innen des Unternehmens und aller Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette jederzeit respektiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf fairer Behandlung, Nichtdiskriminierung und Nulltoleranz gegenüber Belästigung, Mobbing, Zwangsarbeit und Kinderarbeit. Die Grundsatzerklärung unterstützt Chancengleichheit und ein positives Arbeitsumfeld durch Achtung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen sowie durch Zahlung angemessener Löhne und Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen. Mit Schulungsprogrammen, die das Bewusstsein stärken und die Einhaltung strategischer Anforderungen sicherstellen, wird die menschenrechtliche Bildung auf Arbeitnehmer:innen und Geschäftspartner:innen ausgeweitet. OMV erwartet, dass auch Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen in der gesamten Wertschöpfungskette diese Standards umsetzen.
Neben dem Schutz der eigenen Arbeitnehmer:innen und der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette schreibt die Grundsatzerklärung auch den Schutz der Rechte von Anrainergemeinden und der Gesellschaft im weiteren Sinne fest. Dies gilt insbesondere für Gruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit benachteiligt oder gefährdet sind, wie Kinder, Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen und Menschenrechtsaktivist:innen. All dies wird durch ein strukturiertes Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte durchgesetzt.

b. Beschreibung des Anwendungsbereichs des Konzepts (oder der Ausnahmen) in Bezug auf Aktivitäten, die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette, geografische Gebiete und gegebenenfalls betroffene Interessengruppen

Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung gilt für alle Unternehmen des OMV Konzerns in allen Geschäftsbereichen weltweit und deckt somit alle eigenen Arbeitnehmer:innen ab. Sie betrifft auch die Wertschöpfungskette, einschließlich aller Geschäftspartner:innen und Gemeinschaften, die in die Aktivitäten von OMV eingebunden bzw. von diesen betroffen sind. Besonderes Augenmerk gilt dabei Personen oder Gruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit benachteiligt oder gefährdet sind, wie Kinder, Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen und Menschenrechtsaktivist:innen.

c. Die oberste Ebene in der Organisation des Unternehmens, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist

Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung und alle ihre Bestimmungen werden vom OMV Vorstand genehmigt. Die Vorstandsmitglieder sind für die Umsetzung im jeweiligen Geschäftsbereich verantwortlich.

d. Gegebenenfalls ein Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts verpflichtet hat

Durch unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung und die damit verbundenen Grundsätze und Bestimmungen verpflichten wir uns zur Einhaltung international anerkannter Standards, einschließlich der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, die für alle E-, S- und G-Themen gelten. Darüber hinaus orientieren wir uns für bestimmte soziale Themen (S1, S2) an wichtigen Rahmenwerken Dritter wie den Kernarbeitsnormen der ILO, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

e. Gegebenenfalls eine Beschreibung, wie die Interessen der wichtigsten Interessenträger bei der Beschließung des Konzepts berücksichtigt wurden

Bei der Ausgestaltung unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung werden die Interessen und Ansichten der wichtigsten Interessenträger:innen gebührend berücksichtigt. Die Richtlinie wird in einem umfassenden Konsultationsprozess entwickelt und regelmäßig aktualisiert. In diesen Prozess sind interne Interessenträger:innen aus Abteilungen wie People & Culture, HSSE, Sicherheit, Einkauf, Business, Community Relations & Development, Umwelt und Datenschutz eingebunden. Der Betriebsrat ist ebenfalls aktiv beteiligt, um die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen zu gewährleisten. Darüber hinaus holen wir Inputs von externen, unabhängigen Menschenrechtsexpert:innen ein, um die Erwartungen der breiten Gesellschaft und bewährte Praktiken einzubeziehen.

f. Gegebenenfalls, ob und wie das Unternehmen das Konzept für potenziell betroffene Interessenträger und Interessenträger, deren Hilfe bei der Umsetzung benötigt wird, verfügbar macht

Unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung ist öffentlich auf unserer Website und intern über entsprechende Plattformen zugänglich. Alle Bestimmungen können im Detail online eingesehen werden.

Standard für unternehmensweites Risikomanagement (EWRM)

[MDR-P 65a-65f – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3, G1]

Wesentliche IROs (Codes)

Umwelt:
E1 [IRO-E1–CC3, IRO-E1-CC5, IRO-E1-CC6]; E2 [E2-P-IRO-5]; E3 [E3-W-IRO- 3]; E4 [E4-BE-IRO-2]; E5 [E5-CE-IRO-4]
Soziales:
S1 [S1-OW-IRO-4]; S2 [S2-WV-IRO-4, S2-WV-IRO-5]

a. Beschreibung der wichtigsten Inhalte des Konzepts, einschließlich seiner allgemeinen Ziele, und der wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen, auf die sich das Konzept bezieht, sowie des Überwachungsprozesses

Der OMV Standard für unternehmensweites Risikomanagement (Enterprise-Wide Risk Management; EWRM) befasst sich mit der Steuerung und Minderung von Risiken bei gleichzeitiger Nutzung von Chancen in sämtlichen marktbezogenen, operativen und strategischen Belangen. Dieser Standard dient den Konzernfunktionen, Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften innerhalb des OMV Konzerns als Anleitung dafür, wie Risiken effizient zu bewerten, zu steuern und zu berichten sind, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und potenziellen Erträgen zu gewährleisten. Damit deckt er auch die Steuerung von Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den Themen Umwelt, Soziales und Governance sowie das Management von Risiken ab, die sich aus negativen Auswirkungen des Unternehmens ergeben können. Die Wirksamkeit des EWRM wird durch laufende Risikoidentifikation und eine regelmäßige, strukturierte Risikoberichterstattung überwacht. Formelle Risikobewertungen und Überprüfungen zur Risikominderung finden mindestens zweimal im Jahr statt. Zudem wird das Programm mindestens alle drei Jahre einer unabhängigen Bewertung durch die interne Revision unterzogen. Dies gewährleistet ein systematisches Risikomanagement und kontinuierliche Verbesserungen.
Insbesondere befasst sich das EWRM mit umweltbedingten Unsicherheiten, die Einfluss auf die Ziele von OMV haben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Risiken wie regulatorischen Änderungen und täglichen betriebsbedingten Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Der EWRM-Standard integriert Risikomanagementprozesse, um Innovationen voranzutreiben, Emissionen zu reduzieren, die Ressourceneffizienz zu verbessern und nachhaltiges Wachstum im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu fördern.
Er deckt auch das Management sozialer Risiken ab, das potenzielle Bedrohungen und Chancen im Tagesgeschäft von OMV aufzeigt. Der Standard stellt sicher, dass die Leitlinien für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz eingehalten werden, fördert aktiv das Wohlbefinden der Arbeitnehmer:innen und das gemeinnützige Engagement und schafft einen sozial verantwortlichen, gesetzeskonformen operativen Rahmen.

Zusammengefasst gewährleistet dieses Framework eine kontinuierliche Risikobewertung und -berichterstattung durch Integration eines konsequenten Risikomanagements in die täglichen Abläufe. Auf diese Weise werden die Integrität der Unternehmensführung gewahrt und die Einhaltung der internationalen Norm ISO 31000 unterstützt.

b. Beschreibung des Anwendungsbereichs des Konzepts (oder der Ausnahmen) in Bezug auf Aktivitäten, die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette, geografische Gebiete und gegebenenfalls betroffene Interessengruppen

Der EWRM-Standard gilt weltweit für alle Unternehmen und voll konsolidierten Konzerngesellschaften von OMV. Die relevante Interessengruppe für diesen Standard sind alle Arbeitnehmer:innen.

c. Die oberste Ebene in der Organisation des Unternehmens, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist

Der EWRM-Standard und alle seine Bestimmungen werden vom OMV Vorstand genehmigt. Die Verantwortung für die Umsetzung des Konzepts liegt beim Vorstand.

d. Gegebenenfalls ein Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts verpflichtet hat

Das OMV Risikomanagement basiert auf der internationalen Risikomanagementnorm ISO 31000.

e. Gegebenenfalls eine Beschreibung, wie die Interessen der wichtigsten Interessenträger bei der Beschließung des Konzepts berücksichtigt wurden

An der Entwicklung des OMV EWRM-Standards waren Fachexpert:innen und relevante Abteilungen entweder direkt beteiligt oder wurden im Rahmen eines internen Konsultationsprozesses um Feedback zum ersten Entwurf gebeten.

f. Gegebenenfalls, ob und wie das Unternehmen das Konzept für potenziell betroffene Interessenträger und Interessenträger, deren Hilfe bei der Umsetzung benötigt wird, verfügbar macht

Unser EWRM-Standard wird intern für alle Arbeitnehmer:innen über entsprechende Plattformen und regelmäßige Rollouts verfügbar gemacht.

HSSE-Direktive

[MDR-P 65a-65f – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3, G1]

Wesentliche IROs (Codes)

Umwelt:
E2 [E2-P-IRO-6, E2-P-IRO-7]
Soziales:
S1 [S1-HSW-IRO-1, S1-OW-IRO-1]; S2 [S2-WV-IRO-1, S2-WV-IRO-3]

a. Beschreibung der wichtigsten Inhalte des Konzepts, einschließlich seiner allgemeinen Ziele, und der wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen, auf die sich das Konzept bezieht, sowie des Überwachungsprozesses

Die OMV HSSE-Direktive, die durch eine Reihe von HSSE-Vorschriften und -Prozessen untermauert wird, zielt darauf ab, Mensch und Umwelt sowie die Vermögenswerte und den Ruf des OMV Konzerns zu schützen. Sie bildet den Rahmen für die HSSE-Strategie 2030 des OMV Konzerns, mit der die mittelfristigen Ziele in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen zur Unterstützung der Geschäftsstrategie des Konzerns umrissen werden. Die HSSE-Strategie ist mit den Werten von OMV verknüpft und unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Sicherheit, starke Kooperationen und kontinuierlichen Fortschritt im Hinblick darauf, das allgemeine Wohlergehen zu fördern, verantwortungsvolle Partnerschaften einzugehen und eine führende Rolle in HSSE-Belangen einzunehmen.
Die HSSE-Strategie 2030 stärkt unseren Fokus auf die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen mit besonderem Augenmerk auf die psychische Gesundheit. Ziel ist es, eine starke Sicherheitskultur zu etablieren, um Zwischenfälle gänzlich zu vermeiden und Arbeitsunfälle mit Todesfolge zu verhindern. Darüber hinaus trägt sie zu einem verbesserten Kontraktorenmanagement bei, indem sichergestellt wird, dass wir nur mit qualifizierten Partner:innen zusammenarbeiten, die unseren HSSE-Standards gerecht werden. Auf diese Weise fördert unsere Strategie langfristige, vertrauensvolle Beziehungen. Die HSSE-Strategie gilt für alle OMV Arbeitnehmer:innen und Fremdarbeitskräfte, einschließlich Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen.

Nach Maßgabe der Strategie legt die HSSE-Direktive die Grundsätze und Regeln für das Management von Gesundheit, Sicherheit und Resilienz sowie Umwelt während des gesamten Lebenszyklus der Geschäftsaktivitäten von OMV fest. Dies gilt auch für Investitionsprojekte, Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen. Die Direktive bietet somit einen umfassenden Rahmen für das Management aller HSSE-Aspekte durch OMV Arbeitnehmer:innen, Partner:innen und Auftragnehmer:innen. Die HSSE-Richtlinie, die Richtlinie zur Vermeidung schwerer Unfälle (Major Accident Prevention Policy), HSSE-Begriffe und -Definitionen und die lebensrettenden Regeln (Life-Saving Rules) sind ebenfalls Teil dieses Frameworks.

In Bezug auf Umwelt, Gesundheit und Sicherheit schreibt die Direktive systematische Risikobewertungen zur Identifizierung und Steuerung umwelt- und klimabezogener Auswirkungen und Risiken vor. Maßnahmen wie Leistungsüberwachung, die Einhaltung sich ändernder Vorschriften, ein proaktiver Dialog mit den Interessenträger:innen und eine transparente Berichterstattung sind in der Direktive festgeschrieben. Dies soll OMV dabei unterstützen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Energieeffizienz zu verbessern, die Umweltverschmutzung und die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu steuern und sich an regulatorische und Marktveränderungen anzupassen. Im Umgang mit Luftschadstoffen und Wasserverschmutzung sind kontinuierliche Überwachung, fortschrittliche Kontrolltechnologien und die Einhaltung von Vorschriften erforderlich. Gegengesteuert wird mit Präventivmaßnahmen gegen Verschmutzungsrisiken, robusten Notfallplänen und Sanierungsmaßnahmen. Der Wasserverbrauch muss insbesondere in Regionen mit Wasserstress durch Recycling und effizienzverbessernde Maßnahmen minimiert werden.

In Bezug auf die Sicherheit am Arbeitsplatz schreibt die HSSE-Direktive die Förderung von Arbeitsbedingungen und Abläufen vor, die verhindern, dass Menschen zu Schaden kommen. Die Direktive ermutigt auch dazu, unsichere Handlungen oder Bedingungen zu unterbinden und zu korrigieren. Zu HSSE-Aspekten bedarf es einer offenen Kommunikation mit Arbeitnehmer:innen, Vertragsunternehmen und Gemeinden. Für die Belegschaft, das Linienmanagement und das Senior Management sind klare Aufgaben und Zuständigkeiten festgelegt, um sicherzustellen, dass HSSE-Aspekte vollständig in alle Geschäftsaktivitäten und Entscheidungsprozesse integriert werden. Zu den wichtigsten Prozessen gehören das Risikomanagement, die Meldung von Vorfällen und Unfällen, das Notfall- und Krisenmanagement, die Einbeziehung der Interessenträger:innen sowie regelmäßige Audits und Überprüfungen.

b. Beschreibung des Anwendungsbereichs des Konzepts (oder der Ausnahmen) in Bezug auf Aktivitäten, die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette, geografische Gebiete und gegebenenfalls betroffene Interessengruppen

Die HSSE-Direktive und alle ihre Bestimmungen gelten weltweit für alle Arbeitnehmer:innen von OMV. Im Hinblick auf die Einhaltung lokaler Rechtsvorschriften gelangen zusätzlich eigene Bestimmungen zur Anwendung. Dies gilt für den gesamten OMV Konzern, einschließlich aller Geschäftsbereiche und voll konsolidierten Tochtergesellschaften weltweit. In geringem Umfang gibt es auch Ausnahmeregelungen. So gelten zum Beispiel bei Borealis separate Richtlinien für unternehmensspezifische betriebliche Vorfälle. Die HSSE-Direktive gilt auch für alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die an OMV Betriebsstandorten tätig sind oder an Standorten arbeiten, an denen OMV die operative Kontrolle ausübt, einschließlich externer Expert:innen, die die OMV Konzerngesellschaften fachlich beraten. Relevante Interessengruppen für die HSSE-Direktive sind Personen bzw. Gruppen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit schutzbedürftig sind, wie Arbeitnehmer:innen und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die an OMV Betriebsstandorten tätig sind oder an Standorten arbeiten, an denen OMV die operative Kontrolle ausübt. Die Wirksamkeit unserer HSSE-Konzepte wird regelmäßig von den jeweiligen Funktionen durch Audits, HSSE-Bewertungen, Standortbegehungen und die Verfolgung des Fortschritts anhand von Zielvorgaben überwacht.

c. Die oberste Ebene in der Organisation des Unternehmens, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist

Die HSSE-Direktive und alle ihre Bestimmungen werden vom OMV Vorstand genehmigt. Für die Umsetzung des Konzepts sind die Vorstandsmitglieder der einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlich.

d. Gegebenenfalls ein Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts verpflichtet hat

n.a.

e. Gegebenenfalls eine Beschreibung, wie die Interessen der wichtigsten Interessenträger bei der Beschließung des Konzepts berücksichtigt wurden

An der Entwicklung des OMV HSSE-Direktive waren Fachexpert:innen und relevante Abteilungen entweder direkt beteiligt oder wurden im Rahmen eines internen Konsultationsprozesses um Feedback zum ersten Entwurf gebeten.

f. Gegebenenfalls, ob und wie das Unternehmen das Konzept für potenziell betroffene Interessenträger und Interessenträger, deren Hilfe bei der Umsetzung benötigt wird, verfügbar macht

Unsere HSSE-Direktive wird intern für alle Arbeitnehmer:innen über entsprechende Plattformen und regelmäßige Rollouts verfügbar gemacht. Sie wird ergänzt durch Schulungen, um sicherzustellen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer:innen und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die an OMV Betriebsstandorten tätig sind oder an Standorten arbeiten, an denen OMV die operative Kontrolle ausübt, unsere allgemeinen Richtlinien verstehen und wissen, wie diese in der Praxis anzuwenden sind. Ein Teil dieser Direktive ist auf unserer Website öffentlich zugänglich.

Umweltmanagementstandard (UMS)

[MDR-P 65a-65f – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3]

Wesentliche IROs (Codes)

Umwelt:
E1 [IRO-E1-CC1]; E2 [E2-P-IRO-1, E2-P-IRO-4, E2-P-IRO-5, E2-P-IRO-6, E2-P-IRO-7]; E3 [E3-W-IRO-1, E3-W-IRO- 3]; E4 [E4-BE-IRO-1, E4-BE-IRO-2]; E5 [E5-CE-IRO-1, E5-CE-IRO- 2]

a. Beschreibung der wichtigsten Inhalte des Konzepts, einschließlich seiner allgemeinen Ziele, und der wesentlichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen, auf die sich das Konzept bezieht, sowie des Überwachungsprozesses

Der OMV Umweltmanagementstandard (UMS) zielt auf eine wirksame Steuerung und Minderung von potenziellen und tatsächlichen negativen Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit den Betrieben, Produkten und Geschäftsaktivitäten von OMV ab. Er enthält umfassende Leitlinien zu Energieeffizienz, THG-Emissionen und Abfallmanagement sowie zur Verminderung der Umweltverschmutzung und zum Schutz der biologischen Vielfalt. Durch die Förderung der Einhaltung bewährter Verfahren und internationaler Standards gewährleistet der UMS das Engagement von OMV für nachhaltige Ressourcennutzung und Umweltverantwortung. Die Wirksamkeit unserer HSSE-Konzepte wird regelmäßig von den jeweiligen Funktionen durch Audits, HSSE-Bewertungen, Standortbegehungen und die Verfolgung des Fortschritts anhand von Zielvorgaben überwacht.

Mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels enthält der OMV UMS Leitlinien zur Reduktion der THG-Emissionen und zur Verbesserung der Energieeffizienz. Er schreibt einen verantwortungsvollen Energieverbrauch, die Schonung von Ressourcen und ein Energiemanagement gemäß ISO 50001 vor. Zudem gewährleistet er die Überwachung und Kontrolle von Luftemissionen sowie die Minimierung der Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt und enthält spezifische Anforderungen für das Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas.
In Bezug auf den Umweltschutz legt der UMS detaillierte Leitlinien zur Kontrolle der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung durch THG-Emissionen und Luftschadstoffe, Freisetzungen gefährlicher Stoffe, Kunststoffpartikel, Gefahrstoffe und natürlich vorkommende radioaktive Stoffe fest. Er schreibt die Einhaltung strenger EU-Rechtsvorschriften vor und gewährleistet, dass Luftemissionen systematisch überwacht oder abgeschätzt werden.

Der UMS von OMV legt auch klare Leitlinien für den Schutz von Gewässern fest, einschließlich spezifischer Anforderungen für die Abwassereinleitung an Land und auf See. Direkte Einleitungen von nicht aufbereitetem Abwasser sind nicht zulässig. Zudem müssen die besten verfügbaren Techniken (BVTs) angewendet werden, um Abwassermengen und Schadstoffbelastungen zu verringern und die Effizienz der Wassernutzung nach dem Prinzip „Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln“ („Reduce-Reuse-Recycle“) zu optimieren. Der UMS verweist auch auf die Vermeidung von Wasserknappheit durch eine verantwortungsvolle Entnahme von Süßwasser in Gebieten mit Wasserstress. Die Einhaltung lokaler Vorschriften und Genehmigungen wird durch Einbeziehung lokaler Behörden im Hinblick auf systematische Überwachung, Berücksichtigung von Auswirkungen auf Wasserstressgebiete und Aufrechterhaltung der Umweltintegrität sichergestellt.
Der UMS schreibt eine minimale Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt, der Ökosysteme und der Ökosystemdienstleistungen vor und enthält Leitlinien für Screenings zur Ermittlung potenzieller Gefahren für bedrohte Arten und empfindliche Ökosysteme. Zudem empfiehlt er die Aufnahme von Aktionsplänen für die biologische Vielfalt in Umweltmanagementpläne, die soziale, regulatorische und ökosystembezogene Aspekte abdecken. Zur Förderung proaktiver Überwachungs- und Schutzmaßnahmen explizit hervorgehoben werden Partnerschaften mit externen Interessenträger:innen, Grundlagenerhebungen zur biologischen Vielfalt, Folgenabschätzungen und die Umsetzung von Minderungs- und Erhaltungsmaßnahmen.

Schließlich befasst sich der UMS mit dem Thema Abfallmanagement unter besonderer Bezugnahme auf die prioritäre Wiederverwendung von Abfallstoffen, die Reduzierung von Leckagen und die Prozessoptimierung zur Minimierung von Restabfällen. Er schreibt die Verwendung weniger gefährlicher Stoffe vor, fordert eine Minimierung des Rohstoffeinsatzes und verweist darauf, dass die Entsorgung von Flüssigkeiten auf Deponien sowie die offene Verbrennung von Materialien strengstens verboten sind. Abfälle dürfen nur Einrichtungen übergeben werden, die über entsprechende Zulassungen verfügen und regelmäßigen Audits unterzogen werden. OMV unterstützt Dritte bei der Entwicklung von Abfallmanagementkapazitäten, wenn es an geeigneten Einrichtungen fehlt. Dabei wird verlangt, dass für den gesamten Lebenszyklus einer Anlage ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden. Jeder Standort hat einen Abfallmanagementplan zu erstellen und aufrechtzuerhalten, der den örtlichen Rechtsvorschriften entspricht. Ein solcher Plan muss eine wirksame Sammlung, Trennung, Kennzeichnung, Lagerung und Behandlung von Abfällen gewährleisten. Jährliche interne Audits des UMS und alle drei Jahre stattfindende externe Audits für Standorte ohne ISO 14001-Zertifizierung gewährleisten Konformität und Verbesserungen.

b. Beschreibung des Anwendungsbereichs des Konzepts (oder der Ausnahmen) in Bezug auf Aktivitäten, die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette, geografische Gebiete und gegebenenfalls betroffene Interessengruppen

Der Umweltmanagementstandard gilt für den gesamten OMV Konzern, einschließlich aller Geschäftsbereiche und voll konsolidierten Tochtergesellschaften weltweit. Der Standard ist auch von allen externen Berater:innen einzuhalten, die Umweltdienstleistungen für Unternehmen von OMV erbringen.

c. Die oberste Ebene in der Organisation des Unternehmens, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist

Der Umweltmanagementstandard wird vom:von der Generaldirektor:in von OMV genehmigt. Die Verantwortung für die Umsetzung des Konzepts obliegt den Vorstandsmitgliedern der einzelnen Geschäftsbereiche.

d. Gegebenenfalls ein Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts verpflichtet hat

Das Umweltmanagement von OMV orientiert sich an international anerkannten Best-Practice-Anforderungen und -Standards, die von relevanten Verbänden und Organisationen der Ölindustrie wie API, IOGP, Ipieca, Concawe, ISO und FuelsEurope entwickelt wurden.

e. Gegebenenfalls eine Beschreibung, wie die Interessen der wichtigsten Interessenträger bei der Beschließung des Konzepts berücksichtigt wurden

An der Entwicklung des OMV Umweltmanagementstandards waren Fachexpert:innen und relevante Abteilungen entweder direkt beteiligt oder wurden im Rahmen eines internen Konsultationsprozesses um Feedback zum ersten Entwurf gebeten.

f. Gegebenenfalls, ob und wie das Unternehmen das Konzept für potenziell betroffene Interessenträger und Interessenträger, deren Hilfe bei der Umsetzung benötigt wird, verfügbar macht

Der UMS wird intern über entsprechende Plattformen und regelmäßige Rollouts verfügbar gemacht. Er wird ergänzt durch Schulungen, um sicherzustellen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer:innen und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die an OMV Betriebsstandorten tätig sind oder an Standorten arbeiten, an denen OMV die operative Kontrolle ausübt, unsere allgemeinen Richtlinien verstehen und wissen, wie sie diese in der Praxis anwenden können. Dieser Ansatz gewährleistet sowohl Transparenz als auch eine wirksame Umsetzung.

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