Konzernstrategie

Mit der Einführung der OMV Strategie 2030 im Jahr 2022 hat OMV seine Transformation eingeleitet und nutzt dafür die Stärke seines integrierten Geschäftsmodells. Durch den Fokus auf Wertschöpfung und finanzielle Resilienz hat das Unternehmen solide Fortschritte bei der Umsetzung erzielt. Mit Blick auf die Zukunft bleiben die strategischen Ausrichtungen klar und unverändert. OMV setzt weiterhin auf Wachstumskurs und den Wandel hin zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Energie, Kraftstoffe und Chemikalien. Mit seiner agilen Transformation, die sich an den Kundenerwartungen orientiert, positioniert sich OMV für langfristige Widerstandsfähigkeit in einer sich schnell verändernden Energielandschaft. Dieser Ansatz stärkt den Fokus, verbessert die Effizienz, verringert die mit der Transformation einhergehenden Risiken und gewährleistet gleichzeitig eine starke finanzielle Performance.

OMV behält in seinem traditionellen Geschäft ein starkes Fundament bei und verfolgt gleichzeitig Wachstumschancen in nachhaltigen Sektoren. Die Energiewende gewinnt weiter an Fahrt, wenngleich langsamer als bislang prognostiziert. Als zuverlässiger Lieferant treibt OMV eine verantwortungsvolle Transformation nachfrageorientiert voran. Gleichzeitig investiert das Unternehmen zügig in Zukunftstechnologien und stimmt Investitionen in nachhaltige Geschäftstätigkeiten auf Marktentwicklungen ab.

Die Strategie stützt sich auf drei solide Säulen:

  • Ausbau der Gasproduktion und selektive Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien
  • Stärkung des profitablen Kraftstoffgeschäfts bei gleichzeitiger Nutzung von Möglichkeiten im Bereich der nachhaltigen Mobilität
  • Beschleunigung des Wachstums im Chemiebereich durch Borouge Group International (BGI), Rohstoffintegration und Förderung innovativer Kreislaufwirtschaftsprojekte

Im Segment Energy investiert OMV verstärkt in die Exploration und Produktion und treibt gleichzeitig erneuerbare Energien selektiv voran – mit dem übergeordneten Ziel, starke und zuverlässige Cashflows zu generieren. Gas ist für OMV ein wichtiger Wachstumsmotor, da von einer weiter anhaltenden, robusten Nachfrage ausgegangen wird. Zudem wird Erdgas in der europäischen Energielandschaft langfristig eine zentrale Rolle spielen und für die Energiewende von wesentlicher Bedeutung sein. Die etablierten Standorte von OMV in Mittel- und Osteuropa, auf dem norwegischen Festlandsockel und in Nordafrika verschaffen dem Unternehmen eine wettbewerbsfähige Position, um von dieser Chance zu profitieren und seine Präsenz weiter auszubauen. OMV will bis 2030 eine Gesamtproduktion von Öl und Gas von rund 400 kboe/d erreichen. Eines der transformativsten Vorhaben ist Neptun Deep – ein Projekt in der Entwicklungsphase, das in der Strategie von OMV einen wichtigen Stellenwert hat. Im Geschäftsbereich Gas Marketing & Power ist OMV bestrebt, durch die Ausweitung der Handels- und Verkaufsaktivitäten in Europa eine erhebliche Wertsteigerung zu erzielen. OMV Petrom hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, ein führender Akteur auf dem Strommarkt in Südosteuropa zu werden und bis 2030 mehr als 2,4 TWh (netto für OMV Petrom) an erneuerbarem Strom zu erzeugen. Im Bereich Geothermie investiert OMV weiter in Projekte in Österreich und erprobt die Closed-Loop-Technologie auf ihre Wirtschaftlichkeit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Weiterentwicklung und Verbesserung dieser Lösung, um ihre technologische Reife und langfristige Rentabilität zu gewährleisten.

Im Segment Fuels konzentriert sich OMV auf die Maximierung der integrierten Margen in der gesamten Wertschöpfungskette und eine stärkere Integration in den Chemiebereich. Durch die Verbesserung der Kosten- und Margenvorteile und die Nutzung neuer Möglichkeiten in den Bereichen erneuerbare Kraftstoffe, chemische Rohstoffe und nachhaltige Mobilität passt sich OMV proaktiv den sich verändernden Verbraucherpräferenzen und regulatorischen Anforderungen an. Ziel ist es, bis 2030 eine jährliche Produktionskapazität von rund 900.000 t erneuerbarer Kraftstoffe und chemischer Rohstoffe zu erreichen und rund 5.000 Hochleistungsladepunkte für Elektrofahrzeuge zu installieren. Zudem setzt OMV sein profitables Wachstum im Retail-Geschäft fort, wobei der Schwerpunkt sowohl auf Premiumkraftstoffen als auch auf dem Non-Fuel-Geschäft liegt.

Im Segment Chemicals ist OMV mit Borouge Group International (BGI) für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Bei den selbst betriebenen Anlagen strebt OMV eine maximale Auslastung an und treibt gleichzeitig Technologien und Innovationen für kreislauffähige chemische Produkte voran. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenführung von Borealis und Borouge zu BGI unterzeichnet. Die Gründung des neuen Unternehmens bedeutet eine Beschleunigung der Wachstumsstrategie von OMV im Segment Chemicals. BGI bietet Größenvorteile, Synergien, Kapitaleffizienz und Shareholder Value und unterstützt damit vollumfassend die Transformation von OMV und unseren Weg in eine nachhaltige Zukunft. Das neue Unternehmen wird das langfristige Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Polyolefinen (die das Wachstum des globalen BIP übertreffen wird) für sich nutzen und von der geografischen Diversifizierung, dem Zugang zu kostengünstigen Rohstoffen und einem innovativen, differenzierten Produktportfolio profitieren. Nach Abschluss der Transaktion wird BGI durch die Übernahme von NOVA Chemicals seine Präsenz in Nordamerika weiter ausbauen. NOVA Chemicals ist ein nordamerikanischer Polyolefinhersteller und Marktführer bei fortschrittlichen Verpackungslösungen, hat vorteilhaften Zugang zu Rohstoffen und verfügt über firmeneigene Technologien.

Nachhaltigkeit bleibt auch weiterhin ein Eckpfeiler der Strategie 2030 von OMV. Das Unternehmen hat Zwischenziele für die Jahre 2030 und 2040 festgelegt: So sollen die absoluten Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen bis 2030 um 30% bzw. bis 2040 um 60% und die absoluten Scope‑3-Emissionen bis 2030 um 20% bzw. bis 2040 um 50% reduziert werden, jeweils im Vergleich zu den Werten von 2019. OMV hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, die CO2-Intensität seiner Energieversorgung bis 2030 um bis zu 10% und bis 2040 um 25% zu reduzieren. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 komplett einzustellen und die Methanemissionen bis 2030 auf unter 0,1% zu senken. All diese Reduktionen sollen durch die gezielte Nutzung von Technologie und Innovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden.

Mit der Strategie 2030 bleibt OMV dem Ziel verpflichtet, nachhaltiges Wachstum, finanzielle Stärke und langfristigen Wert für die Aktionär:innen zu generieren und sich gleichzeitig in der sich wandelnden Energielandschaft zu behaupten.

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