Erläuterungen zur Konzernbilanz

Konzernbilanz (verkürzt)

In EUR Mio

 

 

 

 

2025

2024

Δ

Aktiva

 

 

 

Langfristiges Vermögen

24.486

32.679

–25%

Kurzfristiges Vermögen

11.258

15.709

–28%

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen

10.594

425

n.m.

Passiva

 

 

 

Eigenkapital

22.567

24.617

–8%

Langfristige Verbindlichkeiten

12.735

14.735

–14%

Kurzfristige Verbindlichkeiten

7.525

9.404

–20%

Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten

3.510

56

n.m.

Summe Aktiva/Passiva

46.338

48.813

–5%

Langfristiges Vermögen

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Jahr 2025 vor allem durch die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ sowie durch Abschreibungen und Netto-Wertminderungen beeinflusst. Diese Effekte wurden teilweise durch wesentliche Investitionen ausgeglichen. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 16 – Immaterielle Vermögenswerte und Anhangangabe 17 – Sachanlagen).

Die at-equity bewerteten Beteiligungen verringerten sich von EUR 6.661 Mio im Jahr 2024 auf EUR 5.255 Mio im Jahr 2025, beeinflusst durch Dividendenausschüttungen, die Umgliederung von Bayport Polymers LLC (Baystar) als Teil der Borealis Veräußerungsgruppe (ohne Borouge-Beteiligungen) in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ sowie durch einen schwächeren US-Dollar, teilweise ausgeglichen durch positive Ergebnisse, überwiegend von Borouge PLC und ADNOC Global Trading. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen).

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte sanken um EUR 1.137 Mio, hauptsächlich bedingt durch die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ sowie durch eine Wertminderung sonstiger finanzieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen, die von OMV Petrom auf eigene Kosten getragen werden, aufgrund der Vereinbarungen zwischen OMV Petrom und dem rumänischen Staat über die Verlängerung der Produktionslizenzen in Rumänien um 15 Jahre.

Kurzfristiges Vermögen

Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte wurde hauptsächlich durch die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ beeinflusst, wobei die wesentlich betroffenen Positionen Vorräte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren.

Die Vorräte gingen von EUR 3.936 Mio auf EUR 1.962 Mio zurück, diese Veränderungen wurden zudem durch Effekte geringerer Mengen und niedrigerer Preise im Gasgeschäft beeinflusst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von EUR 6.182 Mio auf EUR 5.077 Mio. Mehr dazu finden Sie im Kapitel Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung.

Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten

Der Anstieg war vor allem auf die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe im März 2025 in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ zurückzuführen. Dies wurde teilweise kompensiert durch den Abschluss der Veräußerung des 5%-Anteils von OMV an der Ghasha-Konzession. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 4 – OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture und Anhangangabe 5 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten).

Langfristige Verbindlichkeiten

Die Verringerung der Leasingverbindlichkeiten und der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten sowie der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen war hauptsächlich auf die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ zurückzuführen. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten und Anhangangabe 24 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen).

Die langfristigen Rekultivierungsverpflichtungen erhöhten sich um EUR 191 Mio, vor allem aufgrund von Effekten aus der Neubewertung sowie zusätzlichen Verpflichtungen. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 25 – Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen).

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten war hauptsächlich durch die Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ beeinflusst. Hauptsächlich betroffen waren die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die von EUR 3.723 Mio auf EUR 2.633 Mio sanken.

Der Anstieg der Position Anleihen war insbesondere auf die Umgliederung von etwa EUR 1 Mrd von langfristig auf kurzfristig zurückzuführen. Teilweise wurde dieser Effekt ausgeglichen durch die Rückzahlung von Anleihen mit einem Nominalwert von EUR 500 Mio sowie EUR 300 Mio in Zusammenhang mit der Borealis Veräußerungsgruppe, welche zunächst in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgliedert und anschließend vor Jahresende rückgezahlt wurden. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten).

Die sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um EUR 252 Mio, hauptsächlich aufgrund der Umgliederung der Borealis Veräußerungsgruppe in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“, welche anschließend vor Jahresende rückgezahlt wurden. Der Rückgang wurde teilweise ausgeglichen durch die Umgliederung von langfristig auf kurzfristig.

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