Die durch unsere eigenen Tätigkeiten und die von uns verkauften Produkte bedingten Treibhausgas-(THG-)Emissionen tragen zu hohen Emissionen und einem erheblichen Energieverbrauch bei. Diese Herausforderungen gehen mit unserem derzeitigen Geschäftsmodell unvermeidlich einher. Um sie zu bewältigen und die Wirksamkeit unserer Konzepte und Maßnahmen zu verfolgen, hat OMV absolute THG-Emissionsreduktionsziele für Scope 1 und 2 (kombiniert) sowie für Scope 3 festgelegt und will die CO2-Intensität seiner Energieversorgung reduzieren. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Methanintensität zu senken und das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 komplett einzustellen.
Um die Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Verfolgung unserer Fortschritte in Richtung dieser THG-Reduktionsziele zu gewährleisten, nehmen wir eine Neuberechnung der Baseline vor, wenn es aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen zu signifikanten Änderungen der THG-Emissionen kommt. Diese Neuberechnung gilt auch für die Bewertung der Erreichung der THG-Ziele, einschließlich der Zielerreichung für den LTIP und den Jahresbonus für den Vorstand. Eine signifikante Änderung bedeutet, dass sich Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen im Berichtsjahr kumulativ mit mehr als 5% auf die in den Geltungsbereich der THG-Ziele fallenden absoluten Emissionen in Scope 1–3 des Basisjahrs auswirken. Dies umfasst Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen (marktbezogen), indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von OMV Energy und Fuels aus Kategorie 11 (3.11) „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis, indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von OMV Chemicals aus Kategorie 1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ (3.1) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz und indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von Chemicals (Borealis) aus Kategorie 12 „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“, die an Dritte verkauft wurden, auf Eigenproduktionsbasis (3.12).
Alle unsere THG-Ziele wurden 2021 an das nachhaltige Entwicklungsszenario (Sustainable Development Scenario; SDS) der IEA angeglichen, sind jedoch ehrgeiziger, da es unser Ziel ist, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dieser Ansatz und die Neuberechnung des Basisjahrs gelten auch für unsere Ziele in Bezug auf die Scope‑3-THG-Emissionen und die CO2-Intensität der Energieversorgung. Für die Öl- und Gasindustrie gibt es keine wissenschaftlich fundierten Leitlinien zur Festlegung von Klimazielen oder zur Evaluierung der Übereinstimmung von Klimazielen mit schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Bei der Festlegung von Klimazielen und der Bewertung der Vereinbarkeit der OMV Klimaziele mit einer 1,5-Grad-Welt untersuchten wir jedoch mehrere Szenarien und Ansätze, die wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen oder auf solchen basieren, wie zum Beispiel die vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) entwickelten Szenarien, insbesondere die C1-Szenarien, die die globale Erwärmung auf 1,5°C ohne oder mit begrenzter Überschreitung beschränken (>50% Wahrscheinlichkeit). Dies gilt für alle unsere Ziele.
Alle Klimaziele wurden zunächst von der Abteilung Group Sustainability dem Vorstand und dem Aufsichtsrat vorgeschlagen. Anschließend wurden sie mit internen Interessenträger:innen, darunter die Abteilung Group Strategy und relevante Geschäftsfunktionen, im Rahmen interner Strategieabstimmungsgespräche erörtert und vereinbart. Letztendlich wurden die Ziele vom Vorstand genehmigt.
Als Basis für alle drei Scopes und unsere Ziele für 2030, 2040 und 2050 dient OMV das Basisjahr 2019. Das war das letzte volle Jahr vor der Covid-19-Pandemie, in dem der Großteil der Anlagen von OMV das gesamte Jahr über in Betrieb war. Die Berichterstattungsgrenzen, die erfassten Aktivitäten und die Methoden für Kennzahlen und Ziele bleiben im Zeitverlauf einheitlich. Im Falle von Änderungen der Methoden wird deren Erheblichkeit bewertet, und die Baseline-Daten werden nach Möglichkeit angepasst. Im Jahr 2025 wurde keine Neuberechnung des Basisjahrs veranlasst. Mehr über die erwarteten Dekarbonisierungshebel und deren quantitativen Gesamtbeitrag zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele finden Sie im Abschnitt E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz.
Absolutes Ziel: Scope 1 und 2
In unserem Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduktion betrieblicher Emissionen, unter anderem durch die Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz, zur Umstellung auf saubere Energien an unseren Standorten und zur Beschaffung erneuerbarer Energien, so wie dies auch in der OMV Strategie 2030 dargelegt ist. OMV wird daher auf eine Dekarbonisierung seiner Geschäftstätigkeit hinarbeiten, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Ziel ist an unsere strategische und mittelfristige Planung gekoppelt, und als Anreiz für die Zielerreichung ist ein entsprechender Bonus für den Vorstand vorgesehen.
2030
Absolute Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um ≥30%
2040
Absolute Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um ≥60%
2050
Netto-Null-Scope‑1- und
-Scope‑2-Treibhausgasemissionen
Absolutes Ziel |
|
|---|---|
Aktivitäten der Wertschöpfungskette |
Eigene Tätigkeiten und vorgelagerte Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) |
Im Umfang enthalten |
100% Scope-1- und Scope- 2-THG-Emissionen (marktbezogen) von Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, von Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie von Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist |
Nicht im Umfang enthalten |
Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen von Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden oder nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind |
Geografische Abdeckung |
Konzernweit |
Basisjahr |
2019 |
Bezugswert in Mio t CO2e |
13,9 |
Die Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionsreduktionen bis 2030 und 2040 beinhalten eigene Maßnahmen und Investitionen in die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S); die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach einer Reduktion der THG-Emissionen um rund 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen im Zuge der eigenen Tätigkeiten, in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) und durch CO2-Zertifikate neutralisiert werden. An diesem Ziel und den entsprechenden Kennzahlen wurden im Berichtsjahr keine Änderungen vorgenommen. Eine Neuberechnung des Basisjahrs aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen war nicht erforderlich. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft.
Stand 2025
Absolute Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen reduziert um 26% vs. 2019 (2024: –23%)
Für die THG-Ziele von OMV werden dieselben Grenzen wie für das Treibhausgasinventar verwendet, um die Konsistenz zwischen Zielsetzung und Berichterstattung zu gewährleisten. Das Ziel deckt 100% der Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen aus dem OMV Treibhausgasinventar ab und umfasst somit die gleichen Treibhausgase: CO2, CH4 und N2O. Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Scope‑1-Emissionen an den kombinierten Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen (marktbezogen) 92%, während die Scope‑2-Emissionen 8% ausmachten. Gemessen an den THG-Gesamtemissionen (Scope 1–3, marktbezogen) lag der Anteil der Scope‑1-Emissionen bei 6% und der Anteil der Scope‑2-Emissionen bei 0,5%.
Absolutes Ziel: Scope 3
Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns, die Scope‑3-Emissionen aus unserem Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Wir wollen die Produktion und den Verkauf von CO2-armer bzw. CO2-freier Energie steigern, indem wir den Einsatz reifer Technologien für erneuerbare Energien ausweiten und neue Lösungen in den Bereichen CO2-arme bzw. CO2-freie Technologien für Energieversorgung, Mobilität und Industrie entwickeln. Das strategische Ziel von OMV ist die Dekarbonisierung des Produktportfolios, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Ziel steht im Einklang mit der OMV Strategie 2030 und ist vollumfänglich an die strategische und mittelfristige Planung von OMV gekoppelt.
2030
Absolute Reduktion der Scope-3-Treibhausgasemissione um ≥20%
2040
Absolute Reduktion der Scope-3-Treibhausgasemissionen um ≥50%
2050
Netto-Null-Scope‑3-Treibhausgasemissionen
Absolutes Ziel |
|
|---|---|
Aktivitäten der Wertschöpfungskette |
Eigene Tätigkeiten, vorgelagerte Wertschöpfungskette (Einsatzstoffe) und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Verwendung von Produkten und Produkte am Ende der Lebensdauer) |
Im Umfang enthalten |
Indirekte Scope-3-THG-Emissionen von Energy und Fuels aus Kategorie 11 (3.11) „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis; indirekte Scope-3-THG-Emissionen von Chemicals aus Kategorie 1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ (3.1) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz; indirekte Scope-3-THG-Emissionen von Chemicals (Borealis) aus Kategorie 12 „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“, die an Dritte verkauft wurden, auf Eigenproduktionsbasis (3.12) |
Nicht im Umfang enthalten |
Unternehmensinterne Verkäufe und rein finanziell gehandelte Mengen, unternehmensinterne Lieferungen; sonstige indirekte Scope-3-THG-Emissionen |
Geografische Abdeckung |
Konzernweit |
Basisjahr |
2019 |
Bezugswert in Mio t CO2e |
113,7 |
Die Reduktion der Scope‑3-THG-Emissionen bis 2030 und 2040 umfasst unsere eigenen Maßnahmen sowie Investitionen in CCU/S in der Wertschöpfungskette und alle zusätzlich geschaffenen CCS-Kapazitäten. Die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der Scope‑3-Emissionen bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach der Reduktion der THG-Emissionen um zirka 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zusätzliche CCS-Kapazitäten und CO2-Zertifikate neutralisiert werden. An diesem Ziel und den entsprechenden Kennzahlen wurden im Berichtsjahr keine Änderungen vorgenommen. Eine Neuberechnung des Basisjahrs aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen war nicht erforderlich. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft.
Stand 2025
Absolute Scope‑3-Emissionen reduziert um 19% vs. 2019 (2024: –17%)
Für die THG-Ziele von OMV werden dieselben Abgrenzungen wie für das Treibhausgasinventar verwendet, um die Konsistenz zwischen Zielsetzung und Berichterstattung zu gewährleisten. Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Scope‑3-Emissionen, die unter die Zielvorgabe für die gesamten Scope‑3-Emissionen des THG-Inventars von OMV fallen, 59%. Gemessen an den THG-Gesamtemissionen (Scopes 1–3, marktbezogen) lag der Anteil der Scope‑3-Emissionen bei 56%.
CO2-Intensität der Energieversorgung (Scopes 1–3)
Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Dekarbonisierung unserer Geschäftstätigkeit und unseres Produktportfolios, um bis 2050 zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Commitment bezieht sich nicht nur auf die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2), sondern auch auf die Emissionen aus unserem Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3). Das Ziel steht im Einklang mit der OMV Strategie 2030 und ist vollumfänglich an die strategische und mittelfristige Planung von OMV gekoppelt. Anreize für die Zielerreichung bieten der LTIP und der Jahresbonus für den Vorstand.
2030
Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung um 10%
2040
Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung um ≥25%
2050
Netto-Null-CO2-Intensität der Energieversorgung
Relatives Ziel |
|
|---|---|
Aktivitäten der Wertschöpfungskette |
Eigene Tätigkeiten, vorgelagerte Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Verwendung von Produkten) |
Im Umfang enthalten |
Direkte Scope-1-THG-Emissionen auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz von Energy und Fuels; indirekte Scope-2-THG-Emissionen (marktbezogen) aus Einkäufen von Energie von Dritten (z. B. Strom, Wärme, Dampf) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz von Energy und Fuels; indirekte Scope-3-THG-Emissionen aus Kategorie 11 „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis |
Nicht im Umfang enthalten |
Direkte Scope-1-THG-Emissionen von Chemicals, direkte Scope-1-THG-Emissionen im Zusammenhang mit der petrochemischen Produktion im Raffineriebereich sowie von Anlagen von Energy und Fuels, die nicht von OMV betrieben bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind; indirekte Scope-2-THG-Emissionen (marktbezogen) aus Einkäufen von Energie von Dritten (z. B. Strom, Wärme, Dampf) von Chemicals, indirekte Scope-2-THG-Emissionen im Zusammenhang mit der petrochemischen Produktion im Raffineriebereich sowie von Anlagen von Energy und Fuels, die nicht von OMV betrieben bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind; indirekte Scope-3-THG-Emissionen aus Kategorie 11 „Verwendung verkaufter Produkte“, unternehmensinterne Verkäufe und rein finanziell gehandelte Mengen sowie sonstige indirekte Scope-3-THG-Emissionen |
Geografische Abdeckung |
Konzernweit |
Basisjahr |
2019 |
Bezugswert in g CO2e/MJ |
70,0 |
Die Emissionsreduktionen der CO2-Intensität der Energieversorgung bis 2030 und 2040 umfassen sowohl unsere eigenen Maßnahmen als auch Investitionen in die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) (bei unseren eigenen Tätigkeiten und in der Wertschöpfungskette sowie zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten). Die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der CO2-Intensität der Energieversorgung bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach einer Verringerung der THG-Emissionen um rund 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen in unseren eigenen Tätigkeiten, in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten und CO2-Zertifikate neutralisiert werden. Im Zuge der Weiterentwicklung des OMV Portfolios haben sich einige unserer Projektzeitpläne verschoben und der Konzern hat sein Ziel für die CO2-Intensität der Energieversorgung von 15–20% auf 10% bis 2030 und von 50% auf 25% bis 2040 revidiert. Eine Neuberechnung des Basisjahrs aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen war nicht erforderlich. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft.
Stand 2025
CO2-Intensität der Energieversorgung reduziert um 1% vs. 2019 (2024 –1%)
Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas
Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduktion betrieblicher Emissionen, unter anderem durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz, so wie dies auch in unserer Strategie 2030 dargelegt ist. In unserem Umweltmanagementstandard haben wir die Vorgabe verankert, das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 schrittweise einzustellen. Dieses Ziel unterstützt das strategische Ziel von OMV, seine Geschäftstätigkeit zu dekarbonisieren, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden.
2030
Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas
2050
Netto-Null-Scope-1-Treibhausgasemissionen
Absolutes Ziel |
|
|---|---|
Aktivitäten der Wertschöpfungskette |
Eigene Tätigkeiten |
Im Umfang enthalten |
100% der durch routinemäßiges Abfackeln und Ablassen von Begleitgas bedingten Emissionen aus Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, aus Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie aus Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist |
Nicht im Umfang enthalten |
Von Energy betriebene Kraftwerke, Fuels und Chemicals; routinemäßiges Abfackeln und Ablassen von Begleitgas bei Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind |
Geografische Abdeckung |
OMV Energy |
Basisjahr |
2019 |
Bezugswert in Mio Sm3 |
514 |
OMV definiert routinemäßiges Abfackeln in Übereinstimmung mit der Global Flaring and Methane Reduction Partnership (GFMR) und der Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“ der Weltbank. Die Mengen an routinemäßig abgefackeltem und abgelassenem Gas werden auf Ebene der E&P-Länder/Vermögenswerte, einschließlich Gasspeicher, ausgewiesen und auf Ebene von OMV Energy aggregiert. Im Basisjahr 2019 wurden etwa 80% des gesamten abgefackelten und abgelassenen Gases im gesamten OMV Konzern routinemäßig abgefackelt und abgelassen. Durch Reduktionen des routinemäßigen Abfackelns und Ablassens von Erdölbegleitgas konnte dieser Anteil 2025 auf 12% reduziert werden. An diesem Ziel wurden im Berichtsjahr keine Änderungen vorgenommen. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft.
Status 2025
Menge an routinemäßig abgefackeltem und abgelassenem Gas von 37 Mio Sm3 im Jahr 2024 auf 13 Mio Sm3 im Jahr 2025 reduziert
Methanintensitätsziel
Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduktion betrieblicher Emissionen, unter anderem durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz. In unserem Umweltmanagementstandard haben wir die Vorgabe verankert, das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 einzustellen. Diese Initiativen spielen eine wichtige Rolle bei der Reduktion der Methanintensität von OMV. Dieses Ziel unterstützt das strategische Ziel von OMV, seine Geschäftstätigkeit zu dekarbonisieren, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden.
2025
Erreichung einer Methanintensität von ≤0,2%
2030
Erreichung einer Methanintensität von ≤0,1%
2050
Netto-Null-Scope-1-Treibhausgasemissionen
Absolutes Ziel |
|
|---|---|
Aktivitäten der Wertschöpfungskette |
Eigene Tätigkeiten |
Im Umfang enthalten |
Die E&P-Aktivitäten von Energy umfassen alle Tätigkeiten von der Exploration bis zur Produktion sowie die Gasverarbeitung und Gasspeicherung (bis zum ersten Point of Sale; PoS), einschließlich LNG-Verflüssigungsanlagen, wenn diese sich vor dem ersten Point of Sale befinden. Der PoS ist definiert als die Stelle, an der die Übertragung des Eigentums an dem Produkt auf den nachgelagerten Akteur erfolgt. Bei diesem kann es sich um einen Dritten oder eine nachgelagerte Geschäftseinheit innerhalb von OMV handeln. Vereinfacht beschreiben lässt sich dies mit „vom Bohrloch zum Point of Sale“. 100% der Methanemissionen (als Teil der direkten Scope-1-THG-Emissionen) und das gesamte (brutto) vermarktete Gas (Verkäufe) von Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, von Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie von Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist. Alle Methanemissionen aus selbst betriebenen vorgelagerten Anlagen zur Vermarktung von Öl und/oder Gas sind einbezogen, einschließlich der von OMV betriebenen Gasspeicher. Ebenfalls einbezogen sind diffuse Methanemissionen sowie Methanemissionen, die bei dem Ablassen und der unvollständigen Verbrennung entstehen, zum Beispiel in Fackeln und Turbinen. Nach diesem Ansatz sind auch Emissionen im Zusammenhang mit Ereignissen höherer Gewalt oder Sabotage einbezogen. |
Nicht im Umfang enthalten |
Methanemissionen und vermarktetes Gas von Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind. Explorationsbohrungen werden als außerhalb der Grenze für die Einbeziehung liegend angesehen (da diese Tätigkeit getrennt von der Wertschöpfungskette für vermarktetes Gas und Öl betrachtet werden kann), wohingegen Produktionsbohrungen und Abschlussarbeiten innerhalb der Grenze für die Einbeziehung eingestuft werden. Von Energy betriebene Kraftwerke, Fuels und Chemicals. |
Geografische Abdeckung |
OMV Energy |
Basisjahr |
2019 |
Bezugswert in % (Sm3/Sm3) |
1,1 |
Das Ziel der Verringerung der Methanintensität resultiert aus der Notwendigkeit, die Methanemissionen im Öl- und Gassektor gemäß den EU-Anforderungen (EU-Verordnungen zu Methanemissionen) und den Erwartungen der IEA an die Branche zu verringern. Die Methode zur Berechnung der Methanintensität ist auf den Ansatz der Oil and Gas Climate Initiative (OGCI) abgestimmt und wie folgt definiert: Methanintensität [%] = Methanemissionen [Sm3]/vermarktetes Gas (Verkäufe) [Sm3]. Die Methode zur Messung der absoluten Methanemissionen, die zur Kennzahl der Methanintensität beitragen, wurde im Berichtsjahr aktualisiert, um sie an die Standards nach OGMP 2.0 anzugleichen. Für die Jahre 2019 und 2024 wurden die Methanemissionen nach einer anderen Methode berechnet und sollten daher nicht für einen direkten Vergleich mit dem Jahr 2025 herangezogen werden. Zum Vergleich: Würde die Methanintensität für das Jahr 2025 nach der vorherigen Methode berechnet, wäre der Wert 0,2% anstatt 0,3%. Im Jahr 2026 wird OMV das festgelegte Basisjahr für das Methanintensitätsziel 2030 überprüfen. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft.
Status 2025
0,3% Methanintensität (2024: 0,2%)
Zu den zusätzlichen Leistungskennzahlen, die zum Management der Dekarbonisierung von OMV beitragen, gehören:
Reduktion der CO2-Intensität unserer Geschäftstätigkeit (Scope 1) (Stand 2025: 79% vs. 100% im Jahr 2010)
Erhebliche Reduktion der CO2-Emissionen der von OMV betriebenen Anlagen im Zeitraum 2020–2025 (Scope 1) durch konkrete Reduktionsinitiativen und Veräußerungen (Stand 2025: 0,9 Mio t CO2e)
Reduzierung der CO2-Intensität des Produktportfolios (Scope 3) (Stand 2025: 2,6 Mio t CO2 pro Mio t Öläquivalent)