Alle Umweltverschmutzungsdaten werden aus standortspezifischen Informationen und Messungen abgeleitet, bei denen die jeweiligen nationalen gesetzlichen Vorgaben für Messmethoden und -häufigkeiten eingehalten werden. Luftschadstoffdaten werden mit einer Reihe verschiedener Methoden ermittelt: kontinuierliche Messungen, auf Jahreswerte hochgerechnete Einzelmessungen und Datenberechnungen anhand von Standardfaktoren. Schadstoffe ins Wasser werden durch Stichproben und interne oder externe Laboranalysen gemessen. Bodenverschmutzungen durch freigesetzte Kohlenwasserstoffe werden je nach Art und Schweregrad der Freisetzung bzw. der Verfügbarkeit von Daten mit verschiedenen Methoden gemessen. Annahmen und Einschränkungen ergeben sich in erster Linie durch die Verwendung von Schätzungen und Standardfaktoren sowie durch Hochrechnung von Einzelmessungen. Umweltdaten, einschließlich Daten zur Umweltverschmutzung, werden im Umweltreportingsystem von OMV entweder auf kontinuierlicher Basis (z. B. Meldung von Prozesssicherheitsereignissen und sonstigen Vorfällen, bei denen gefährliche Stoffe freigesetzt wurden) oder im Rahmen von Datenerfassungskampagnen erfasst. Um die Richtigkeit der Daten zu gewährleisten, sollte eine andere Person als diejenige, die die Daten auf Standortebene erfasst oder eingegeben hat, diese nach dem Vieraugenprinzip überprüfen, validieren und genehmigen. Dies ist erforderlich, bevor die Daten auf Geschäftsbereichs- oder Konzernebene verwendet oder konsolidiert werden können. Das lokale Management bleibt Eigentümer der Daten.
Alle Messmethoden entsprechen den nationalen gesetzlichen Vorschriften und Industrienormen. Für Schätzungen werden wann immer möglich Industrienormen und -leitlinien wie Kapitel 19.2 des Manual of Petroleum Measurement Standards, VDI 3790, VDI 2440 und VDI 3479 herangezogen. Da diese Normen und Leitlinien allgemeine Methoden enthalten, sind die inhärenten Unsicherheiten größer als bei direkten Messungen. Je erheblicher die jeweilige Umweltbelastung durch den Schadstoff im regionalen und nationalen Kontext ist, desto genauer muss die angewendete Messmethode in der Regel sein. Für eine höhere Genauigkeit sind indes komplexere und kostspieligere Messtechniken und -methoden erforderlich. Bei geringen oder unerheblichen Schadstoffmengen ist es im Sinne einer möglichst effizienten Nutzung der Ressourcen durchaus akzeptabel und auch vernünftig, weniger genaue Methoden zu verwenden. Die dadurch frei werdenden Ressourcen können im Rahmen des Umweltmanagementsystems sinnvoller eingesetzt werden.
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kg/Jahr |
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2025 |
2024 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Schadstoff |
in Luft |
in Wasser |
in Boden |
in Luft |
in Wasser |
in Boden |
||||||
Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKWs) |
n.a.3 |
n.a.1 |
n.a.1 |
111 |
n.a.1 |
n.a.1 |
||||||
Flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) |
4.881.656 |
n.a.1 |
n.a.1 |
3.808.131 |
n.a.1 |
n.a.1 |
||||||
Stickoxide (NOx/NO2) |
4.313.835 |
n.a.1 |
n.a.1 |
4.458.812 |
n.a.1 |
n.a.1 |
||||||
Schwefeloxide (SOx/SO2) |
2.009.397 |
n.a.1 |
n.a.1 |
2.387.598 |
n.a.1 |
n.a.1 |
||||||
Gesamtstickstoff |
n.a.1 |
n.a.3 |
n.a.2 |
n.a.1 |
51.599 |
n.a.2 |
||||||
Arsen und Verbindungen (als As) |
n.a.3 |
50 |
n.a.2 |
n.a.3 |
56 |
n.a.2 |
||||||
Cadmium und Verbindungen (als Cd) |
20 |
n.a.1 |
n.a.2 |
20 |
n.a.3 |
n.a.2 |
||||||
Kupfer und Verbindungen (als Cu) |
n.a.3 |
77 |
n.a.2 |
n.a.3 |
93 |
n.a.2 |
||||||
Nickel und Verbindungen (als Ni) |
149 |
n.a.3 |
n.a.2 |
103 |
21 |
n.a.2 |
||||||
Zink und Verbindungen (als Zn) |
n.a.3 |
n.a.3 |
n.a.2 |
n.a.3 |
1.560 |
n.a.2 |
||||||
Benzol |
56.485 |
n.a.3 |
n.a.2 |
63.159 |
n.a.3 |
n.a.2 |
||||||
Phenole (als Gesamt C) |
n.a.3 |
116 |
n.a.2 |
n.a.3 |
178 |
n.a.2 |
||||||
Chloride (als Gesamt-Cl) |
n.a.1 |
n.a.3 |
n.a.2 |
n.a.1 |
2.882.950 |
n.a.2 |
||||||
Fluoride (als Gesamt-F) |
n.a.1 |
2.068 |
n.a.2 |
n.a.1 |
2.711 |
n.a.2 |
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Feinstaub (PM10) |
53.000 |
n.a.1 |
n.a.1 |
59.000 |
n.a.1 |
n.a.1 |
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Die Messung der Kennzahl wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Für die Freisetzung von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden verwendet OMV die nach nationalen und internationalen Umweltrichtlinien und -gesetzen, wie zum Beispiel nach der E-PRTR-Verordnung, vorgeschriebenen Schadstoffdefinitionen. Die an Luft und Wasser abgegebenen Schadstofffrachten werden als jährliche Frachtwerte angegeben. Die Maßeinheit hierfür ist die metrische Tonne. Freisetzungen von flüssigen Kohlenwasserstoffen werden als Gesamtmenge quantifiziert. Die Maßeinheit hierfür ist Liter. Einschränkungen ergeben sich in erster Linie durch Extrapolationen von Spotmessungen und die Verwendung von Standardfaktoren und Schätzungen.
kg/Jahr |
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2025 |
2024 |
|---|---|---|
SO2 |
2.079.551 |
2.461.811 |
NOx |
9.021.328 |
7.560.341 |
NMVOC |
7.927.664 |
7.673.828 |
Feinstaubemissionen |
145.040 |
139.384 |
Ozonabbauende Stoffe |
0 |
134 |
Die Messung all dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Gesamte Luftschadstoffe: Alle Umweltverschmutzungsdaten werden aus standortspezifischen Informationen und Messungen abgeleitet, bei denen die jeweiligen nationalen gesetzlichen Vorgaben für Messmethoden und -häufigkeiten eingehalten werden. Luftschadstoffdaten werden mit einer Reihe verschiedener Methoden ermittelt: kontinuierliche Messungen, auf Jahreswerte hochgerechnete Spotmessungen und Datenberechnungen anhand von Standardfaktoren.
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Einheit |
2025 |
2024 |
|---|---|---|---|
Berichtseinheiten gemäß ISO 14001 zertifiziert |
% |
48,0 |
54,0 |
Verstöße gegen gesetzliche Umweltauflagen/-vorschriften |
Anzahl |
34 |
n.a. |
davon Betrag an Geldstrafen |
EUR Mio |
0,138 |
n.a. |
davon zum Jahresende aufgelaufene Umwelthaftung |
EUR Mio |
0,019 |
n.a. |
Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Nach ISO 14001 zertifizierte Berichtseinheiten werden ermittelt, indem die Anzahl der Berichtseinheiten, die während der jährlichen internen Datenerfassungskampagne eine Zertifizierung nach ISO 14001 bestätigt haben, durch die Gesamtzahl der Berichtseinheiten dividiert und mit 100 multipliziert wird.
Die Anzahl der Verstöße gegen gesetzliche Umweltauflagen und -vorgaben ist die Anzahl der Verstöße gegen gesetzliche Umweltauflagen oder Umweltvorgaben, für die im Berichtsjahr nachweislich Geldstrafen in Höhe von mindestens EUR 10.000 und nicht monetäre Sanktionen auferlegt wurden. Davon Betrag an Geldstrafen: die Summe aller während des Berichtszeitraums auferlegten und gezahlten Geldstrafen in Höhe von mindestens EUR 10.000.
Davon zum Jahresende aufgelaufene Umwelthaftung: die Summe der Geldstrafen oder Strafen in Höhe von mindestens EUR 10.000 für Fälle von Verstößen gegen gesetzliche Umweltauflagen oder Umweltverordnungen, die im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossen sind.
Mikroplastik
Im Jahr 2025 erzeugte Borealis an seinen PO-Standorten 3.882.689,2 t (2024: 4.024.286,9 t) Mikroplastik in Form von produzierten Kunststoffpellets und emittierte 0,0185 t (2024: 0,0180 t) Mikroplastik in Form von freigesetztem Kunststoffgranulat, das nicht wieder eingesammelt werden konnte. Borealis begann 2024 im Rahmen der Implementierung des OCS-Standards an allen PO-Standorten mit spezifischen Untersuchungen und Datenerhebungen zu unbeabsichtigten Freisetzungen von Kunststoffgranulat. Die Gesamtmasse des erzeugten Mikroplastiks bezieht sich auf die Produktionsleistung jedes der Borealis Extruder (letzter Anlagenteil für die Herstellung von Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling), die gemessen und im Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem des Unternehmens erfasst wird. Die Gesamtmasse des nicht wieder eingesammelten Mikroplastiks infolge größerer Freisetzungen von PelletsUnter Pelletaustritt ist ein Vorfall zu verstehen, bei dem es zu einer unbeabsichtigten oder ungeplanten Freisetzung von mehr als 0,5 kg Pellets aus den für den Versand und Vertrieb vorgesehenen Behältern oder dem Rückführsystem in die Umwelt außerhalb des Betriebsgeländes kommt. Liegen substanzielle Beweise für eine Freisetzung vor, wird eine Untersuchung zur Ermittlung der Ursache eingeleitet, um eine genauere Gewichtsschätzung zu ermöglichen. Diese Methode entspricht den Zertifizierungsanforderungen von OCS Europe. Schätzungen basieren auf der Differenz zwischen wieder eingesammelten und abgewogenen Pellets und der Quelle des Austritts. Eine schnelle Reaktion des Personals begrenzt in der Regel das Ausmaß der Freisetzung und ermöglicht eine vollständige Beseitigung. wird in erster Linie von geschultem Personal vor Ort bei Routinekontrollen geschätzt. Derzeit gibt es keine standardisierten, wissenschaftlich anerkannten Methoden zur direkten Messung von nicht wieder eingesammelten Pellets, die aus den Betrieben von Borealis stammen. Die Quantifizierung basiert auf einer Schätzung nach erfolgter Ursachenforschung. In den jüngsten EU-Verordnungen (2023/0373 (COD) und Verordnung (EU) 2023/2055 der Kommission zur Änderung der REACH-Verordnung) wurde eine standardisierte Methode zur Messung von kanalisierten und diffusen Verschmutzungen durch Mikroplastik vorgeschlagen. Borealis wird diese übernehmen, sobald sie etabliert und anwendbar ist. Mehr dazu finden Sie im Borealis Geschäftsbericht 2025 – Konzernlagebericht – Nachhaltigkeitserklärung.
Die Messung der Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Die Menge an erzeugtem oder verwendetem Mikroplastik entspricht der Gesamtproduktionsleistung (Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling) zuzüglich der unbeabsichtigten und nicht wieder eingesammelten Freisetzungen von Mikroplastik in die Umwelt, wie sie von allen unseren Standorten im Berichtssystem dokumentiert werden. Der Prozess zur Herstellung von Polyolefinen ist darauf ausgelegt, Mikroplastik in Form von Pellets zu produzieren, die dann für Anwendungen wie Wasserrohre, Kabelisolierungen und Healthcare-Produkte weiterverarbeitet werden können. Daher fällt die gesamte, von Borealis produzierte Menge an Polyolefinen in die Kategorie „erzeugtes Mikroplastik“. Die Produktionsleistung jedes unserer Extruder (letzter Anlagenteil für die Herstellung von Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling) wird gemessen und in unserem Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem erfasst. Unbeabsichtigte Freisetzungen von Mikroplastik (Pellets, Flakes, Pulver oder Staub) werden in unserem internen Tool für das Management von Vorfällen dokumentiert und weiterverfolgt. Mehr dazu finden Sie im Borealis Geschäftsbericht 2025 – Konzernlagebericht – Nachhaltigkeitserklärung.
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2025 |
2024 |
|---|---|---|---|
Freisetzung gefährlicher Stoffe |
Anzahl |
1.671 |
2.305 |
davon größere (d. h. Schweregrad 3 bis 5) |
Anzahl |
2 |
4 |
Freigesetzte Menge |
Liter |
34.660 |
127.015 |
Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Die Summe der Freisetzungen gefährlicher Stoffe bezieht sich auf die Gesamtzahl der im Meldesystem innerhalb der Berichtsgrenzen für das Berichtsjahr dokumentierten Freisetzungen, davon größere (d. h. Schweregrad 3 bis 5): Das OMV System zur Klassifizierung von Störfällen sieht fünf Schweregrade vor, wobei Stufe 1 der niedrigste und Stufe 5 der höchste Schweregrad ist. Ein Störfall der Stufe 3 ist definiert als mittlerer Umweltschaden in einem großen Gebiet außerhalb der Standortgrenzen, der Maßnahmen zur Sanierung/Wiederherstellung erfordert.
Freigesetzte Menge: Menge der freigesetzten Flüssigkeit in Litern. Je nach Art und Schweregrad der Freisetzung und der Verfügbarkeit von Daten werden unterschiedliche Methoden zur Bestimmung der freigesetzten Menge angewendet. Bei größeren Mengen an freigesetztem Material können Prozessdaten zur Bestimmung der freigesetzten Menge herangezogen werden (z. B. Tankfassungsvermögen und -füllstände, Durchflussmessungen und dergleichen). Bei kleineren Mengen an freigesetztem Material können das Volumen des abgetragenen Bodens und die spezifische Kohlenwasserstoffbelastung des Bodens herangezogen werden. Bei sehr kleinen Mengen an freigesetztem Material, die keine Bodensanierung erfordern, werden Schätzungen vorgenommen.
In EUR Mio |
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|
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2025 |
2024 |
|---|---|---|
Aufwendungen für Umweltschutz exkl. Abschreibungen |
640 |
555 |
Umweltinvestitionen für in Betrieb gesetzte Anlagen |
378 |
592 |
Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Umweltbezogene Aufwendungen und Kosten für Umweltinvestitionen werden durch einen standardisierten Rechnungslegungsprozess im Rahmen des Umweltmanagements ermittelt, wie in unseren internen Vorschriften dargelegt. Die lokalen Unternehmen erheben Kostendaten und stufen Umweltkosten und -investitionen nach Art (End-of-Pipe oder integrierte Vermeidung) und Umweltbereich ein. Die Datenerhebung erfolgt jährlich auf Ebene der Berichtseinheit. Alle Aufwendungen und Investitionen werden dann konsolidiert und im Rahmen der jährlichen Datenkampagne gemeldet.
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2025 |
2024 |
||
|---|---|---|---|---|
Tier 1 (Anzahl) |
16 |
8 |
||
davon Energy |
1 |
5 |
||
davon Fuels |
7 |
3 |
||
davon Chemicals |
8 |
0 |
||
Tier 2 (Anzahl) |
15 |
13 |
||
davon Energy |
3 |
5 |
||
davon Fuels |
6 |
0 |
||
davon Chemicals |
6 |
8 |
||
Prozesssicherheitsereignisrate1 (pro 1 Mio Arbeitsstunden) |
0,30 |
0,20 |
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Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert.
Die Kennzahlen für Tier‑1- und Tier‑2-Prozesssicherheitsereignisse basieren auf der Klassifizierung von Prozesssicherheitsereignissen (PSEs) nach einem Stufenkonzept gemäß API Recommended Practice 754 bzw. IOGP Report 456. Tier 1 und Tier 2 geben nachlaufende Kennzahlen zur Prozesssicherheitsleistung an.
-
PSEs nach Tier 1 sind Zwischenfälle mit schwerwiegenderen Auswirkungen und stellen den nach dem vierstufigen Ansatz am weitesten nachlaufenden Leistungsindikator dar. Die Anzahl der Tier‑1-PSEs spiegelt die Prozesssicherheitsleistung wider und umfasst Stofffreisetzungen (Losses of Primary Containment; LoPC) mit erheblichen Folgen. Ein Tier‑1-PSE ist eine ungeplante oder unkontrollierte Freisetzung eines Stoffes aus einem Prozess, die erhebliche Konsequenzen für Arbeitnehmer:innen, die Allgemeinheit oder das Unternehmen hat.
-
PSEs nach Tier 2 sind LoPC-Ereignisse mit geringeren Folgen als bei Tier 1.
Sowohl Tier‑1- als auch Tier‑2-Prozesssicherheitsereignisse werden kumulativ und aufgeschlüsselt nach unseren drei Geschäftsbereichen Energy, Fuels und Chemicals ausgewiesen und basieren auf einer Zählung, die im HSSE-Reporting-Tool erfasst wird.
Die Prozesssicherheitsereignisrate (PSER) wird als normalisierte Rate von Prozesssicherheitsereignissen (Tier‑1- und Tier‑2-PSEs) berechnet, um die Vergleichbarkeit im zeitlichen Verlauf bzw. von Anlagen oder Unternehmen zu erleichtern. Da es keinen einheitlich anwendbaren Normalisierungsfaktor für Prozesssicherheitsindikatoren auf Grundlage von Anlagenkonfigurationen gibt, verwendet die Industrie die Expositionsstunden von Arbeitnehmer:innen (vergleichbar mit Verletzungsraten) als geeigneten und leicht zu ermittelnden Faktor. Die Gesamtzahl umfasst die von Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen für relevante Unternehmensfunktionen im Umfang der Berichterstattung geleisteten Arbeitsstunden. Für die vorgelagerte Wertschöpfungskette werden die geleisteten Arbeitsstunden in den von uns betriebenen Anlagen berücksichtigt, für die nachgelagerte Wertschöpfungskette hingegen die in allen Anlagen geleisteten Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden der Konzernfunktionen, einschließlich General Management und Finance bei OMV und OMV Petrom, werden nicht einbezogen. Aufgrund der wahrscheinlich geringen Häufigkeit von PSEs ist bei der Bewertung der PSER Vorsicht geboten, da die Raten vermutlich nur für Vergleiche auf Branchen- oder Unternehmensebene statistische Gültigkeit haben. Dadurch wird sichergestellt, dass die normalisierte Rate Schwankungen bei den Expositionsstunden der Arbeitnehmer:innen berücksichtigt und genaue Vergleiche ermöglicht. Berichtsformel: [PSER = PSE (Tier 1 + Tier 2)/Arbeitsstunden × 1.000.000].