E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser

[E3-2.19] OMV verwendet für vor- und nachgelagerte Tätigkeiten erhebliche Mengen Wasser. Süßwasser zum Beispiel wird für Öl- und Gasbohrungen, zur Dampferzeugung und zum Kühlen eingesetzt. Kleinere Mengen Wasser werden auch für nicht industrielle Zwecke genutzt. Sämtliches Lagerstättenwasser wird aufbereitet und wenn möglich erneut in die Kohlenwasserstofflagerstätten eingepresst, um die Förderrate zu optimieren. Entsalztes Wasser wird für einige Offshore-Tätigkeiten eingesetzt. Raffinerien und verschiedene andere Betriebseinrichtungen verwenden auch Brackwasser und/oder wiederaufbereitetes Wasser für diverse betriebliche Zwecke. Einige OMV Betriebsanlagen befinden sich in WasserstressgebietenWasserstress tritt auf, wenn der Wasserbedarf die verfügbaren Wassermengen während einer bestimmten Periode oder im Falle einer eingeschränkten Verwendung aufgrund schlechter Qualität übersteigt. Wasserstress führt zu einer Verschlechterung der Süßwasserversorgung in quantitativer (Überstrapazierung der Grundwasserleiter, Austrocknung von Flüssen usw.) und in qualitativer Hinsicht (Eutrophierung, Verunreinigung mit organischen Substanzen, Salzintrusion usw.). Quelle: Europäische Umweltagentur. Der folgende Abschnitt bietet einen Überblick und eine Beschreibung der Maßnahmen, die im Berichtsjahr ergriffen wurden, sowie der geplanten künftigen Maßnahmen zur Bewältigung unserer Auswirkung und unseres Risikos im Zusammenhang mit Wasser.

Wasserbewertung

[E3-2.19] [MDR-A-68a-68c] Im Jahr 2025 führte OMV Tunesien (TN) die wasserrechtlich vorgeschriebene Evaluierung für die zentrale Aufbereitungsanlage Waha durch, um den Wasserverbrauch und das damit verbundene Wassernetz zu bewerten. Ziel war es, die Wassereffizienz in der gesamten betrieblichen Wertschöpfungskette zu verbessern. Dabei wurden mehrere Bereiche mit Verbesserungsbedarf ermittelt, darunter die Einführung eines intelligenten Wasserüberwachungssystems, die Wiederverwendung von Kondenswasser aus den Klimaanlagen und die Umgestaltung des Wassernetzes und des Bewässerungssystems. Eine weitere Initiative widmet sich der Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser für die Bewässerung einer Grünzone. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da Tunesien als Gebiet mit Wasserrisiko gilt. Die Umsetzung soll im Jahr 2026 beginnen. Dazu wird derzeit ein detaillierter Zeitplan auf Grundlage der 2025 durchgeführten Vorbereitungsarbeiten ausgearbeitet. Mit diesen Maßnahmen möchten wir unser erklärtes Ziel der Verbesserung der Wassereffizienz und unsere Bestrebung zur Minimierung der Entnahme von Süßwasser unterstützen.

Risikobewertung

[MDR-A-68a-68c] Im Berichtsjahr hat OMV mehrere Maßnahmen zur Verbesserung des Wassermanagements umgesetzt. Dazu wurden an allen Betriebsstandorten umfassende Bewertungen von Auswirkungen und Risiken in Bezug auf Wasser unter Verwendung des „Water Risk Filter“ des WWF und des LEAP-Ansatzes der TNFD durchgeführt. Eine Gap-Analyse anhand der ESRS-Anforderungen ergab Bereiche mit Verbesserungsbedarf, einschließlich des Bedarfs an messbaren Wasserzielen, der laufenden Überwachung von Maßnahmen zur Wassereinsparung und Initiativen zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Basierend auf Risiko, Standort und Wesentlichkeit wurden wassersensible Standorte ermittelt und nach Prioritäten geordnet. Um eine strukturierte Überwachung zu gewährleisten, wurde zur Nachverfolgung von Maßnahmen und Chancen ein „Water Action and Opportunities Tracker“ eingeführt, der von allen Standorten detaillierte Übersichten über wasserbezogene Maßnahmen und mehrjährige Prognosen des Süßwasserbedarfs verlangt. Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen zu unserem erklärten Ziel der Verbesserung der Wassereffizienz und unserer Bestrebung zur Minimierung der Entnahme von Süßwasser, insbesondere in wasserarmen Regionen, beitragen. Gleichzeitig sollen damit die Wasserqualität verbessert und die Verschmutzung durch den Betrieb minimiert werden. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen dazu beitragen, das Vertrauen der Interessenträger:innen zu stärken und die Erfüllung der ESRS- und TNFD-Anforderungen zu gewährleisten. Damit unterstützen sie die Einhaltung von Vorschriften und Nachhaltigkeitszielen. Gemeinsam tragen die Maßnahmen direkt zur HSSE-Strategie 2030 von OMV und zu den allgemeinen Umweltzielen bei, da sie die Bemühungen und Praktiken im Bereich der Wasserbewirtschaftung vorantreiben, die Umweltauswirkungen reduzieren und eine transparente Berichterstattung sowie kontinuierliche Verbesserungen unterstützen.

Die Maßnahmen erstreckten sich auf alle Betriebsstandorte, die unter der finanziellen oder operativen Kontrolle des Unternehmens stehen, einschließlich Industrieanlagen wie Raffinerien und Chemieproduktionsanlagen, dezentraler Produktionsbereiche, Konzessionen und der entsprechenden Büros. Geografisch galten die Maßnahmen für alle Regionen, in denen OMV tätig ist. Dabei wurden standortspezifische Bewertungen und Maßnahmen, die auf die lokalen Wasserrisiken und Einzugsgebiete zugeschnitten waren, durchgeführt. Gebieten mit Wasserstress bzw. Entwässerungsgebieten mit hohem Risiko wurde Priorität eingeräumt. Die Maßnahmen betrafen sowohl interne Interessenträger:innen wie Arbeitnehmer:innen, das Standortmanagement und Einsatzteams als auch externe Gruppen wie Aufsichtsbehörden, lokale Gemeinden und andere Wassernutzer:innen im Einzugsgebiet.

[MDR-A-69a-69c] Trotz der für die angeführten Maßnahmen und Initiativen bereitgestellten Ressourcen hat keine davon unseren Schwellenwert für die wichtigsten Maßnahmen[MDR-A-69b] Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mindestens EUR 5 Mio bis zum Ende des Planungszeitraums erfordern. Im Jahr 2025 wurde der Planungshorizont von fünf auf drei Jahre verkürzt, was zu niedrigeren zukunftsorientierten CAPEX im Vergleich zur Nachhaltigkeitserklärung 2024 führt. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte) und Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten, Zugänge zu veräußerten Vermögenswerten (unter bestimmten Bedingungen) und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. OPEX-Zahlen im Zusammenhang mit den wichtigsten Maßnahmen werden aufgrund der derzeit begrenzten Datenverfügbarkeit nicht ausgewiesen und können in künftige Berichte aufgrund neuer Berichterstattungsverfahren aufgenommen werden. überschritten. Daher wurden diese Datenanforderungen an die zugewiesenen Finanzmittel nicht ausgewiesen.

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